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Web 2.0-Erfinder sagt vielen Anwendungen den Tod voraus

Tim O'Reilly, der als Vater des Web-2.0-Gedankens gilt, hat jetzt den Tod vieler Anwendungen im Bereich von Web 2.0 prophezeit. Dabei sei die Finanzkrise nur der Anlass – denn viele Anwendungen seien ohnehin nicht lebensfähig gewesen und der Datentod käme nun nur etwas schneller. Tim O'Reilly sieht in der Krise (wie wir hier bei Wortwechsler auch) etwas Positives (Zitat): „Die Krise wird auch einiges Gutes bewirken. Zum Beispiel werden wir weniger soziale Netzwerke haben“.

Genau die gleiche Überzeugung vertrat das „Wortwechsler“-Blog hier bereits gestern. Ebenso warnte O'Reilly vor sogenanntem „Risikokapital“, wozu ich ihm nicht nur beipflichten kann, sondern die hinzufügen muss: eine Geschäftsidee an einen Kapitalgeber zu verkaufen, ist eine Sache – mit dem fremden Kapital dann sorgsam umzugehen, eine andere.

Quelle: faz.

Panikmache: Finanzkrise und Internet – aus für Web 2.0?

In den letzten Tagen konnte man als Insider ind Betroffener bei den webbasierten Unternehmen eine erhebliche Panik beobachten: Man verseuchte schnell, unrentable Projekte abzustoßen und machte dabei nicht viel Federlesens: Schwuppdiwupp wurden einige Dinge gestoppt, die zugegeben schon bislang nicht mehr der Renner waren.

Doch was ist eigentlich wirklich passiert mit dem Internet?

Genau weiß es niemand, doch es gibt Spekulationen, insbesondere über die Web 2.0-Seifenblase. Die meisten der angeblich „zukunftsträchtigen“ Unternehmen dieser Art sind mit Risikokapital finanziert – und genau um dieses Kapital sollen die Geldgeber nun Angst haben. Bisher, so heiß es aus gewöhnlich gut unterrichteten kreisen, habe man die eigentlich nicht tragfähigen Projekte irgendwie mitgetragen, habe gehofft, sie doch noch irgendwie in die Gewinnzone zu bringen – aber nun?

Web 2.0: Aufgeblasen und überbewertet

Die allgemeine Meinung scheint zu sein: Obwohl web 2.0 bereits seit einigen Monaten als Fass ohne Boden gilt (von einigen interessanten Ausnahmen immer abgesehen) weil sich einfach kein Profit einstellen will, wird offiziell daran festgehalten, dass die Investitionen richtig waren, um das Gesicht nicht zu verlieren. Hinter den Kulissen wird aber von namhaften Webkennern gemunkelt, dass die Krise bereits so offenkundig ist, dass es gar nichts mehr zu retten gibt: Gerade erst warte beispielsweise Steve Wozniak vor weiteren Investitionen in Web 2.0: die Krise, so Wozniak, bestehe in der Überbewertung solcher Webseiten.

Web 2.0 – die Krise wird die Selbstreinigung bringen

Nun ist Web 2.0 allerdings die einzige noch verbliebene Seifenblase – während es scheint, als ob die rein werbefinanzierten Anbieter etwas kürzertreten müssten – für sie bricht zwar eine Krise an, aber es wird für die meisten nicht der Untergang sein. Und Web 2.0 – ja, wer wird wohl darum weinen? Ich jedenfalls nicht. Die vielen kleinen sogenannten „sozialen Netzwerke“ stehen einander längst auf den Füßen herum, sodass keiner mehr so recht vorwärtskommt. Vielleicht ist es gut, wenn uns dien reinigendes Gewitter einmal von dem Großteil des Web-2.0-Gedöns befreit.