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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
  Mobil 016093095395.

Des Nachdenkens wert - Bildung ist mehr als einseitiges Wissen

Sie glauben immer noch an die Weisheit der Psychologen, Soziologen und anderer Wissenschaftler, die ein höchst einseitiges Weltbild haben? Und sie meinen, dass sich das Gefühlsleben oder die Persönlichkeit durch eine einzige Wissenschaft erklären lässt?

Glauben Sie meinetwegen daran. Doch hören Sie auch, was Leopold Bauke, ein hervorragender Beobachter der Tierwelt, Schriftsteller, Jurist und Querdenker, 1919 schrieb:

Der Kernpunkt ist eben der, dass die Professoren immer nur Dinge beantwortet wissen wollen, die sie selbst beherrschen. Es könnte sonst der Allgemeinheit ein Licht darüber aufgehen, dass dieses Wissen der Fachgelehrten höchst einseitig ist.


Heißt im Klartext: Bildung, selbst diejenige, die zum Hochschulprofessor befähigt, ist keine Garantie dafür, das Leben aus den verschiedensten Blickwinkeln schlüssig zu erklären. Schriftsteller sind wesentlich geeigneter, das Wissen zu bündeln oder auch zu differenzieren und dabei der Wahrheit näher zu kommen.

Aus: "Die Diktatur der Liebe", Hamburg und Berlin 1919

Enorm beschäftigt - doch noch etwas Luft für Sie

Welche Fluss fließt durch eine Stadt, und kann man sich an dessen Ufern auf unterschiedliche Arten vergnügen? Ist die Stadt offen für junge Paare? Gib es einen Überschuss an Frauen oder Männern? Wie seriös oder eben auch nicht ist die Bar-Szene in der Stadt? Das alles wird von mir recherchiert, wenn ich für Sie schreibe.

Es reicht eben nicht, irgendwie irgendetwas abzuschreiben. Texten bedeutet auf der einen Seite zu fabulieren, auf der anderen Seite sind aber eben auch Sachkenntnisse erforderlich. Unabhängig davon, ob der Texter ein Kleidungsstück, einen technischen Gegenstand, eine Stadt oder einen Menschen beschreibt.

Meine Liebe gehört den schönen Dingen, die ich besonders gerne beschreibe. Und den Menschen, über deren Vorzüge ich liebevoll und einfühlsam schreibe.

Wenn Sie solche Texte benötigen – ich bin für Sie da. Und selbst, wenn mir die Arbeit gerade aus den Ohren herauskommt – ein bisschen Zeit für Sie habe ich immer noch.

Der Tiefpunkt der Kultur: Echo

Wie blöde muss man eigentlich sein, um deutsche Schlager zu lieben? Ziemlich blöd, wie mir scheint. Denn nur selten war unter den Nichtigkeiten, Trällerliedchen und Rührschnulzen beim "ECHO" etwas zu finden, bei dem das Ohr merklich spitzer wurde.

Offensichtlich sind wir so: ein Volk von einfältigen, eher dummen als dreisten Musikkonsumenten, die alles fressen, was man ihnen hinschmeißt.

Der Echo war ein Tiefpunkt der Kultur, wenn er überhaupt etwas mit „Kultur“, „Gesang“ oder „Musik“ zu tun hatte. In Wahrheit heißt das Stichwort: „Wer verdient mit wem am meisten Geld?

Nun, nun. Der Tiefpunkt ist noch nicht ganz erreicht, er naht noch, und er hat einen Namen: Jamie-Lee Kriewitz. Ein Lied wie jedes andere, gesungen von einer Sängerin, die leider nicht ist wie jede andere, sondern deutlich schlechter. Damit will man ernsthaft Deutschland beim Song-Festival vertreten. Es war nicht der einzige Flop in dieser lachhaften Selbstbespiegelung der Branche. Und die Moderatorin Barbara Schöneberger hatte die Veranstaltung, die sich hinzog wie Sirup, niemals so recht im Griff.

Früher habe ich mal jeden gerügt, der „Musikindustrie“ sagt, weil es „Musikbranche“ heißt. Heute würde ich sehr dafür plädieren, diese Serienproduktion von uniformem Nonsens als Industrie zu bezeichnen.