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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
  Mobil 016093095395.

Sammelsurium im Sommerloch: Lolita

Was macht man als Journalist(in), um das Sommerloch zu füllen? Man könnte es mit dem Ungeheuer von Loch Ness versuchen, aber das interessiert sich nicht mehr für Sommerlöcher, weil Schottland auch ohne Seeungeheuer touristisch außerordentlich gefragt ist. Da gerade keine passenden Hurenaffären zur Verfügung stehen, hatte man fürs Sommerloch eigentlich Yvonne erfunden – nur sie ist leider eine Kuh, und wer interessiert sich auf Dauer schon für dumme Kühe?

Da endlich kam den deutschen Journalistinnen und Journalisten der Zufall zur Hilfe: „Wenn über eine alte Sache mal endlich Gras gewachsen ist, kommt sicher ein Kamel gelaufen, das alles wieder runter frisst“. Der Name des Kamels steht noch aus, der Name der Sache aber ist für den Verdummungsjournalismus klar: Lolitakomplex.

Ob Lolita-Affäre, Lolitagate (Süddeutsche) Lolita-gate, Lolita-Affäre, Lolitalapsus (FOCUS), „Lolita für Loser“ (Stern) oder Lolita-Komplex (Zeit) – überall wird der Name herumgeschleudert. Dabei wird verfälscht und geklittert, was das Zeug hält: Die literarische „Lolita“ war 12, die angebliche Lolita ist 16, und der wissenschaftlich klingende Begriff Lolita-Komplex stammt von einem Autor semi-erotischer Romane.

Ach, fragen Sie mich doch bitte nicht, was ich davon halte – Sommerloch ist Sommerloch, da legt man die Wahrheit nicht auf die Goldwaage. Fragt sich bloß, ob die Leserinnen und Leser der deutschen bürgerlichen Presse so dumm sind, auf die teils haarsträubenden Thesen der Kommentatorinnen und Kommentatoren hereinzufallen.

Schirrmacher schimpft

Was soll eigentlich die Medienwelt davon halten, wenn Herr Schirrmacher, der FAZ-Mitherausgeber, über etwas schimpft, was der Rede gar nicht Wert ist? Wenn er einen Konflikt zwischen dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen und den Verlegern anheizt, der sich am Ende gar nicht lösen lässt, weil der Internet-Benutzer nach der Qualität entscheidet - und nicht danach, wer jetzt partout recht haben will? Wenn die Qualität der Information ein Maßstab wäre, würde inzwischen manche deutsche Zeitungsredaktion ihren Online-Auftritt vom Netz nehmen müssen.

Die Sache, über die gerade gestritten wird, verhält sich ganz anders, als Herr Schirmmacher sie darstellt: Die Zeitungsverleger wollten erst gar nichts mit dem Internet zu tun haben, dann wollten sie es sozusagen im Handstreich übernehmen. Das allerdings haben sie nicht geschafft, und es ist kein Wunder, dass sie entsprechend angesäuert reagieren, wenn andere die Mediengewalt beanspruchen: Zum Beispiel Blogger oder Fernsehsender.

Allerdings haben die FAZ und all die anderen ein paar Verbündete: Die ARD- und ZDF-Hasser sowie die Gebührengegner haben nun ihr Futter. In Wahrheit aber ist es entwürdigend, wie dieser Konflikt ausgetragen wird. „Grabenkampf“ ist das einzige Wort, das mir dazu einfällt.

Ich schreibe Ihnen dies, damit Sie sich im Original informieren. Lesen Sie die beiden Artikel: Beantworten Sie sich doch bitte selber die Frage, welcher der beiden Kontrahenten noch den Charme der Gelassenheit hat, den wir von den Medien erwarten.

Schirrmacher in der FAZ
Boudgoust für die ARD

Aus meiner Arbeit: Frauen, Fotografen und Aktfotografie

Aktfotografie ist ein wundervolles Thema – zumal, wenn man einen so guten Gesprächspartner hat wie den Bocholter Fotografen Kristian Liebrand. Liebrand kam von sich aus auf die Liebeszeitung zu und fragte, ob ich Interesse am Thema hätte – und das hatte ich. Meine intensive Beschäftigung mit den Möglichkeiten und Grenzen der Aktfotografie liegt zwar schon einige Jahre zurück – aber sie gibt mir die Möglichkeit, wirklich zu erfassen, mit welchen Schwierigkeiten sich Fotografinnen und Fotografen konfrontiert sehen – und wie man sie überwinden kann. Mir war in meinem Bericht aus der Sicht der Kundinnen wichtig. Auch darüber können Sie demnächst in der Liebeszeitung nachlesen.

Sind Sie ebenfalls Fotografin oder Fotograf? Haben Sie einmal einem Amateur oder Berufsfotografen Modell gestanden? Waren Sie Kundin eines Fotografen, der sich mit Akt- und Erotikfotografie beschäftigt?

Dann interessiere ich mich für Sie, Ihre Arbeit und Ihre Erfahrungen. Die Kontaktdaten finden Sie in der Randleiste – und wenn Sie mit mir telefonieren wollen: Ich rufe gerne zurück, wenn Sie mir Ihre Telefonnummer geben.