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Opel: Auch von der EU eine klare Absage

Nebn der deutschen Bundesregierung wird auch die EU nicht vor OPEL in die Knie gehen: Wie die WELT berichtete, habe der EU-Industriekommissar Günter Verheugen eine eindeutige Botschaft nach Deutschland gesandt: "Die Branche sei im Gegensatz zu Banken nicht systemrelevant". Damit düfte klar sein, dass die EU - wie auch deutsche Regierung - auf die Selbsteilungskräfte der Wirtschaft setzt, sobald die Banken wieder tritt fassen - ob dies nun den deutschen Länderchefs gefällt oder nicht.

Eigenartig ist nur, dass in den letzten Wochen Wirtschaftswissenschaftler für die Staatshilfe plädierten - da darf man wohl annehmen, dass sie in Unkenntnis der Eigentumsverhältnisse bei Opel argumentierten.

Opel-Desaster: Guttenberg blieb hart

Der deutsche Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat das einzig Richtige getan, was die Deutschen von ihm als Minister erwarten durften: Er ist weder vor der Straße noch vor den Länderchefs eingeknickt – und erst recht nicht vor General Motors. Denn vor allem von dort müssen jetzt Vorleistungen kommen – und zwar erheblich mehr, als man bislang zusagte. Man kann Guttenberg und der Regierung nur gratulieren: das Abwarten wird sich auszahlen und zwar in jedem Fall und für alle.

Opel und kein Ende?

Die „Opelaner“, wie sie sich gerne nennen, gehen auf die Straße – und setzten damit die Politik unter Druck. Das mag verständlich sein, bringt aber keine Lösung, sondern schafft nur neue Probleme. Wenn jemand überzeugt ist, dass Opel mittelfristig brauchbare Autos produzieren kann, dann wird sich jemand finden, der Opel übernehmen kann – und wenn nicht, dann wird sich das Opel-Drama in den nächsten Jahren beständig wiederholen. Es ist nun einmal nicht Aufgabe der Politik, marode Autobauer zu retten.

Der neue Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat absolut Recht, wenn er nicht sogleich nach dem Häppchen schnappt, dass ihm General Motors zuwirft. Der Mutterkonzern kann noch viel mehr nachgeben – und er wird es tun müssen, wenn nur hart genug verhandelt wird. Je mehr man jetzt von deutscher Seite herausholt und je weniger Möglichkeiten man den Amerikaner gibt, über Hintertürchen doch noch Einfluss zu nehmen, umso eher wird Opel gerettet werden können – das ist die Chance.