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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Hessen: Ein Volk wählt gegen Links

Wenn es eine Lehre aus der Hessenwahl gibt, dann die: Man darf einmal einen politischen Schnitzer begehen, aber kein zweites Mal. Der Mensch, der es getan hat, trat dann auch weise, aber viel zu spät zurück: Diesen Schritt vollzog die politische Versagerin Andrea Ypsilanti gestern vor laufenden Kameras. Wer sich noch an die vorausgegangene Hessenwahl erinnert, der weiß, wie eine von der plötzlichen, greifbaren Macht völlig überforderte Frau etwas getan hat, was man als Politiker nie tun sollte: Diese gerade gewonnene Macht arrogant auszukosten. Die SPD hat mit Recht verloren – und sie hat dennoch Glück, dass sie überhaupt noch über 20 Prozent der Stimmen bekam – vermutlich von den verbliebenen „braven“ Stammwählern.

Frau Ypsilanti hat darauf gesetzt, dass Hessen links regiert werden will – was in wirtschaftlich schwierigen Situationen selten angebracht ist – und zwei Mal wurde es sozusagen im letzten Moment verhindert. Doch eine Linksregierung war nie das, was das Volk wirklich wollte - es wollte Herrn Koch einen Dämpfer verpassen – und den hat er nun auch ein zweites Mal bekommen mit seinen mageren 37,2 Prozent.

Die Linke? Sie ist eine der letzten Bastionen des Sozialismus, eine Partie, in die sich Sozialutopisten, Weltverbesserer und Altsozialisten festbeißen. Stolz kann sie nicht sein auf ihre mageren „kurz-über 5-Prozent“, aber immerhin hat sie sich als Protestbewegung gehalten.

Bleiben die beiden Sieger: Grün und Gelb. Mag sein, dass sie die Stimmen von ihren beiden Wunschfamilien bekommen haben: Die FDP als Gegengewicht zum konservativen CDU-Gedankengut und zu der Person Koch, die Grünen, weil den gemäßigten Ex-SPD-Wählern keine andere Partei einfiel, die sie wählen konnten. Die Presse dürfte leider recht haben: Es waren weder wirkliche Liberale noch wirkliche Alternativdenker, die eine der beiden Parteien gewählt haben, sondern solche, die vor allem die Macht der CDU und SPD schwächen wollten – was ihnen auch vorzüglich gelungen ist. Am Ende steht fest: Dies war eine klare und unmissverständliche Absage des Volkes an linke Machtträume um jeden Preis.

Schwarz-Gelb wäre ein gutes Vorbild für Berlin. Zwar macht die Große Koalition ihre Arbeit gut, aber die Demokratie schreit nach klaren Verhältnissen: CDU und FDP wären die ideale Paarung für die Republik 2009.



Heute brilliert die Lichterkönigin

sehpferd (13.12.2008 - zum Lucia-Fest in Schweden)




Die Lichterkönigin heißt in Schweden Lucia, und am 13. Dezember ist „ihr“ Tag – dann führt sie mit einer Lichterkrone im Haar eine Prozession junger Mädchen an – und zumeist ist die Männerwelt sehr angetan von dem Aufgebot schöner Blondinen in Gewändern, die man sonst wohl eher als „ausrangierte Nachthemden“ bezeichnen würde.

In fast jeder Stadt Schwedens sowie im schwedischen sprechenden Teil von Finnland und in Teilen Norwegens und Dänemarks ist sie ebenfalls zu Hause. Die Königinnen aller Lichterköniginnen, das Nationalsymbol Schwedens, ist in diesem Jahr die 23-jährige Emma Johansson., die heute in Stockholm brillieren wird.

Bildquelle: sverigeslucia

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Die geballte Macht der Kirche und Weihnachten

„Zwischen den Jahren“ ist die alte Bezeichnung für die Tage, die weder dem alten noch dem neuen Jahr eindeutig zuzurechnen sind.

Die Tradition ist so tief verwurzelt, dass selbst das Christentum ihm nichts anhaben konnte. Mag das Geburtsdatum des christlichen Religionsstifters auch auf das Geburtsdatum des Sonnengotts Sols gelegt worden sein (was die Kirche vehement bestreitet, aber das soll hier nicht diskutierte werden) , die Zeit zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar ist für viele Menschen die Zeit, in der das alte Jahr bereits zu Ende ist, das neue aber noch nicht recht begonnen hat. Dabei will ich mich nicht streiten, ob es sich nun um fünf oder sechs Nächte handelt. Jedenfalls sind dies die „wihen Nachten“ des Nordens und die Raunächte des Südens, die auch durch intensive, überwiegend katholisch motivierte Umschreibung der Geschichte nicht der Initiative des christlichen Religionsstifters zugeschrieben werden können.

Wie intensiv die Kirche ihre Macht nutzte, und wie sie in weltliche Macht gewandelt wurde, mag dieser Auszug aus WIKIPEDIA zeigen: „Erst Karl der Große machte in Mitteleuropa um 800 das Weihnachtsfest zum Kirchenfest; wer die alten Riten feierte, wurde mit dem Tod bestraft.“ Diese Textstelle ist interessant, weil Wikipedia an anderer Stelle jede Herkunft des Weihnachtsfestes aus heidnischen Quellen in Abrede stellt.

Es ist interessant, dass selbst die Todesdrohung der Obrigkeit und die geballte Staatsmacht des großen Karls, den Willen des Volkes nicht brechen konnte: Es feiert weiterhin seine Feste, wie sie einstmals fielen.

Hinweis: Raunächte werden auch als Rauhnächte oder Rauchnächte bezeichnet, die "wihen Nachten" wurden zu "der Weihnacht" oder einfach "Weihnachten" umgeformt. Diese sprachliche Verwirrung könnte eine Absicht gewesen sein, um die Existenz mehrere "wihen" Nächte zu vertuschen.