Skip to content

  Aktuelle Informationen

WORTWECHLER startet durch ...

ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
  Mobil 016093095395.

OPEL - Nüchternheit und Verhandlungshärte wird sich auszahlen

Gestern Nacht hat es trotz OPEL-Gipfel keine Lösung gegeben – vor allem wegen des Mutterkonzerns General Motors, aber auch wegen des merkwürdigen Verhaltens der US-amerikanischen Regierung, Zitat:

GM fordert überraschend mehr Geld (und) die US-Regierung hat einen Unterhändler ohne Vollmachten geschickt.“

Das mag als Nachricht so stehen bleiben – aber nun fällt viel Licht auf die unverständliche Eile, mit der sowohl die SPD als auch die betroffenen Bundesländer das Thema OPEL behandelt wollten – von Gewerkschaften und Betriebsräten ganz zu schweigen.

Eines dürfte klar sein: Jeder Euro, der nicht an den US-amerikanischen Mutterkonzern fließt, hilft bei der OPEL-Sanierung. Die Regierung muss, wenn sie schon OPEL retten will, den Anteil des Steuerzahlers so gering wie möglich halten – das ist ihre vorrangige Pflicht. Wenn der Staat schon irgendwie „einspringen“ muss, weil andere etwas verpfuscht haben, dann bitte mit der geringstmöglichen Summe.

Viel Licht fällt gegenwärtig auch auf die Ministerpräsidenten der Länder: Ihnen geht es darum, jeden OPEL-Standort zu erhalten. Darum geht es aber nicht wirklich, sondern um den Fortbestand der Produktion in Deutschland innerhalb eines gesunden Unternehmens, das in nicht allzu ferner Zukunft auch wieder Profite abwerfen muss. Allein diese Tatsache wird offenbar von vielen Politikern ignoriert.

Wem, wie den Gewerkschaften, ständig das Wort „Arbeitsplätze“ aus dem Munde quillt, der sollte fein die Ohren spitzen: Magna-Eigentümer und OPEL-Interessent Frank Stronach erläuterte der Presse gerade, dass „veraltete Strukturen und Kulturen in der Branche“ den Fortschritt verhinderten – und zur Verwunderung aller sagt er dann weiter, dass bei OPEL vor allem die Mitarbeiterinteressen stärker berücksichtigt werden müssten – und das bedeutet: Beteiligung am Unternehmen und am Profit.

Zitate aus: RP-online.

Benno Ohnesorg – und das Dummgeschwätz der Historiker

Nicht erschütterte die Republik so wie der Tod des Studenten Benno Ohnesorg – und nichts sitzt uns allen, die wir damals fassungslos dastanden, so tief in der Seele wie die Tatsache, dass sein Tod niemals gesühnt wurde. Ob der Polizeimeister, der damals schoss, Mitglied der SED oder der Stasi war, spielt dabei überhaupt keine Rolle.

Doch darum geht es den Historikern im Moment gar nicht: Sie wittern eine intensive Beteiligung der DDR an den Studentenunruhen von 1968 und glauben, dass alles anders gewesen wäre, wenn die Stasi die Linke nicht infiltriert hätte (was zweifellos der Fall war).

Sie vergessen dabei, dass die Jugend die Nase voll hatte vom Adenauerstaat, der immer noch präsent war – und dass es ihr in erster Linie darum ging, ein Deutschland zu schaffen, das sich vom Muff der NSDAP-Vergangenheit, der noch überall saß, befreien wollte.

Sie vergessen auch, wie die Jugend der damaligen Zeit verteufelt, beschimpft und niedergemacht wurde. Der einmalige Befreiungsschlag 1968er war nötig, damit die Republik zu Sinnen kam. Wer heute lebt, der profitiert davon. Den Mief der Adenauerjahre kann sich niemand ernsthaft zurückwünschen – auch nicht diejenigen Dummschwätzer, die gar nicht wissen, wie es sich 1960 anfühlte, ein Jugendlicher zu sein.

Die Forscher, die Evolution und die Verdummung der Leser

Wissenschaftler sollten eigentlich forschen, um das Wissen dieser Welt zu vermehren und den Menschen dadurch einen Nutzen zu bringen. Das tun sie auch, nur leider gibt es Ausnahme – und zu ihnen gehört eine bemerkenswerte Anzahl von Geisteswissenschaftlern.

Das neueste Stichwort, das in nahezu jede zweitrangige und überflüssige Forschung eingestreut wir, heißt „Evolution“. Das jüngste Beispiel ist nur eines von Dutzenden, hier zitiert nach einem Artikel im „netdoktor“:

Die Fähigkeit zum Bewerten des Paarungswillens war in der Evolution sehr wichtig und ist es auch heute noch, da sie ermöglicht, die Bemühungen nur auf Erfolg versprechende potenzielle Partner zu konzentrieren“.

Ich nehme an, der größte Teil der Leserinnen und Leser nimmt das so hin: Evolution kennen sie aus der Schule, Darwin ist ein guter Mann, die Sache ist schon lange bewiesen – stimmt.

Der Haken ist nur, dass die Evolution beim Menschengeschlecht seit einigen Tausend Jahren ganz anders verlaufen ist – und wie sie zuvor ablief, darüber wissen die Forscher nur ganz wenig. Nur mal so viel: Sollte es stimmen, was heutige Vereinfacher behaupten, dann hätten die starken Alpha-Männer damals die schicken, vollbusigen Weiber anhand ihrer gebärfreudigen Becken ausgewählt oder umgekehrt die Weiber die Männer anhand ihrer Körperkraft. Wie sich dann das evolutionär ausgewirkt hätte, darf ich Ihrer Fantasie überlassen – bestimmt nicht in steigender Intelligenz.

Überhaupt: Partnerwahl. Wenn man einmal davon absieht, wie normal es war, dass die Frauen ganzer Volksstämme vergewaltigt wurden, nachdem man die Männer niedergemetzelt hatte, wir wohl kaum von einer „freien Wahl“ des Partners sprechen können. Auch abseits der Gewalt wurden Spermien nicht anhand starker Lenden und breiter Becken verstreut, sondern zunächst mal dadurch, dass die Braut dem Vater abgekauft werden musste – keine Rede von einer „natürlichen Zuchtwahl“. Sicher, man vermutet, dass die Intelligenz durch die Spermien fahrender Gelehrter, Musiker, Kaufleute, Quacksalber, Fürsten und anderer Intelligenzler weit über das Volk ausgestreut wurden – aber da hatten die Frauen nun auch nicht allzu viel Chancen, zu wählen. Ein Blick auf die 1900er Jahrhundertwende zeigt gar: Frauen wurden verhökert – die Mitgift entschied, wie vererbt wurde – und keinesfalls das liebliche Gesicht oder die „große Büste“.

Heute – ja, heute. Heute „beobachten“ die Damen und Herren Forscher, wie sich ihre Geschlechtsgenossen beschnuppern und mal richtig, mal falsch aufeinandergeraten – und schließen daraus, dass es schon mal so war – damals, in der Evolution.

Bitte, meine lieben Damen und Herren Forscher: Die Menschheit hat in einem einzigen Jahrhundert einen enormen Wissenssprung vollzogen – jedenfalls in den Naturwissenschaften – und das lässt sich aus der Evolution nicht erklären. Das Versagen der Geisteswissenschaften allerdings auch nicht.

Leider interessiert dies alles keinen Geisteswissenschaftler. Sie sitzen dort, wo sie schon immer saßen – fest im Sattel -und von dort oben forschen sie, behaupten sie und verbreiten sie Nachrichten, die von der Presse willfährig nachgedruckt werden.

Ich weiß nicht, wie Sie es nenne. Ich nenne es Verdummung.

Zitat aus netdoktor nach US-amerikanischen Unterlagen