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  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Opel: Auch von der EU eine klare Absage

Nebn der deutschen Bundesregierung wird auch die EU nicht vor OPEL in die Knie gehen: Wie die WELT berichtete, habe der EU-Industriekommissar Günter Verheugen eine eindeutige Botschaft nach Deutschland gesandt: "Die Branche sei im Gegensatz zu Banken nicht systemrelevant". Damit düfte klar sein, dass die EU - wie auch deutsche Regierung - auf die Selbsteilungskräfte der Wirtschaft setzt, sobald die Banken wieder tritt fassen - ob dies nun den deutschen Länderchefs gefällt oder nicht.

Eigenartig ist nur, dass in den letzten Wochen Wirtschaftswissenschaftler für die Staatshilfe plädierten - da darf man wohl annehmen, dass sie in Unkenntnis der Eigentumsverhältnisse bei Opel argumentierten.

Die Gewalt und die Pornografie

Die britischen Sozialisten rühmen sich derzeit, das Volk vor einem Übel gerettet zu haben: der Gewaltpornografie. Nun überlassen wir besser den Juristen im Vereinigten Königreich, was darunter zu verstehen ist, dann das Problem liegt in einem einzigen Wort: „Schwerwiegend“- so müssen nämlich die Verletzungen sein, die entweder dem Anus, den Genitalien oder den Brüsten zugefügt werden. Wir werden sehen: Das Verklatschen des Gesäßes mit der bloßen Hand wird wohl nicht darunter fallen, aber in England reagiert „the cane“ und in Schottland „the tawse“ – und das sind mächtige Schlagwerkzeuge, die Spuren hinterlassen.

Derweil machen sich zahllose Gruppen Gedanken über ihr Fortbestehen, die mehr oder weniger das Leben, was die Wissenschaftler als „Sadomasochismus“ bezeichnen und die Laien als Schmerzlust. Sie fürchten, als Erste das Ziel von Ermittlungen zu sein – und „Aufzeichnungen“ dürfte es bei so gut wie allen geben.

Das Gesetz wurde übrigens durch einen einzigen Mordfall angestoßen: Das tragische Opfer war die damals 29-jährige Jane Longhurst – übrigens in einem Mordfall, der lange zurückliegt: sie wurde 2003 ermordet, doch das darf man erst seit 2007 behaupten - zuvor war unklar, wie die Frau ums Leben kam.

Wie immer, wenn ein Mordfall besonders tragisch ist, ergibt sich die Frage nach einer Mitschuld der Gesellschaft - und in diesem Fall war die Brücke zur Kriminalität nach Meinung der Angehörigen von Frau Longhurst das Internet, das angeblich gefährliche fetischistische Handlungen an Personen verbreite und damit die Kriminalität fördere. Das Internet eignet sich eben immer gut als Ursache für alles Übel - wenn man es nur glaubt.

Wissen Sie, ich habe gestern zufällig ferngesehen und in einer Werbepause mindestens fünf zerfetze Körper gesehen – aber die konnten beim besten Willen nicht mit der Sexualität in Verbindung gebracht werden – es war eben Unterhaltung. Ich habe mich dran gewöhnt, Sie haben sich dran gewöhnt – Proteste gibt es keine, Gesetzesinitiativen dagegen auch nicht. Alles Gewaltverbrechen außerhalb der Sexualität erscheint inzwischen als tragisch, aber unvermeidbar: Und wenn die Deutschen morgen hören, dass eine Mutter ein, zwei drei oder noch mehr Kinder umgebracht hat dann gehen sie auch zur Tagesordnung über und schreien nicht nach neuen Gesetzen, sondern bestenfalls nach dem Jugendamt.

Mit der Linken ist kein Staat zu machen

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass mit allem, was Links von der SPD steht, kein Staat zu machen ist, dann erbrachten ihn heute die Grünen und die Linkspartei.

Gewiss ist es das Recht einer Partei oder einer Fraktion, gegen das Rettungspaket der Wirtschaft zu sein – so will es die Demokratie. Aber zu manchen Zeiten ist eben Staatsräson angebracht und kein Hickhack – und diese Kritik geht vor allem an die Grüne Fraktion, die offenbar gerade erneut auf die Seite der Wirtschaftsfeinde gewechselt ist – ihre Fraktionssprecherin Renate Künast sprach denn auch von der „Verantwortung gegenüber dem Steuerzahler“ statt von der „Verantwortung für den Bürger“ und ging leichtfertig mit dem Begriff der "nachfolgenden Generation" um: „Sie werde in Zukunft weiter mit hohen Schulden belastet“. Wäre es nicht besser gewesen, die Wahrheit zu sagen, nämlich die, dass ohne diese Maßnahmen möglicherweise ein Teil der jetzigen Generation bereits vor dem Bankrott gestanden hätte? Offenbar redet Frau Künast ihrer derzeit größten Klientel, der Gutmenschenschaft, nach dem Munde – und das tut nicht einmal Gregor Gysi.

was an den grünen weiter zu beklagen ist (der Linkspartei kann man es nicht mal übelnehmen) - wir Deutschen sind nicht allein auf dieser Welt, und schon gar nicht allein in Europa. Etwas mehr Solidarität mit Europa hätte man von den Grünen wohl erwarten dürfen.

Die deutschen Bürger mögen das Verhalten der Banken bedauern – CDU und SPD taten es heute auch – und sie mehr an die Kandare nehmen als bisher. Aber wo wir heute mit einem Links-Links-Links-Bündnis wären – das mag man sich gar nicht ausdenken. Ich kann nur hoffen, dass ein gütiges Schicksal, besser aber noch ein klügeres Wahlverhalten der Bürger als jüngst in Hessen uns vor diesem Fiasko bewahren wird.