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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Krisen sind ganz normale Lebensumstände

Krisen sind Chancen. Sie führen dazu, dass wir uns wenigsten vorübergehend wieder auf das Wesentliche besinnen – auf die Existenz. Sind wir einmal an diesem Punkt angekommen, so zeigt sich zumeist auch bereits ein Ausweg. Ich konnte persönlich mit manchen Krisen zunächst nicht umgehen – etwas Abstand hilft. Die Zeit heilt zwar nicht alle Wunden, aber sie unterstützt uns bei der Heilung.

Würde ich nach meinen Tipps gefragt, so hätte ich nur einen Einzigen: Der Weg hinaus ist durch die Tür. Alles andere muss derjenige entscheiden, der in der Krise steckt: Ich verachte zutiefst wichtigtuerische Berater mit Universallösungen.

Ich habe mich immer geweigert, „sehr persönliche“ Dinge zu veröffentlichen und tue es auch diesmal nicht. Persönliche Erfahrungen sind nur dann wertvoll für andere, wenn sie sich verallgemeinern lassen. Das ist sehr selten der Fall – und in meinem Leben gibt es ein solches Erlebnis nicht.

Man muss sich nicht bemühen, in Krisen Chancen zu erkennen. Die Krise ist die Chance, wie ich bereits in meinem ersten Satz sagte. Wir durchleben dauernd „Krisen“, bezechen sie aber nicht als solche: Geboren werden ist eine Krise, die Einschulung ist eine, die Pubertät eine andere. Im Laufe unseres Lebens lernen wir den Umgang mit solchen heftigen Veränderungen.

Wenn man mich fragt, wer mich konkret unterstützt hat, verweigere ich die Antwort. Die Menschen, die es uneigennützig taten, wollen normalerweise nie genannt werden – die Menschen, die es aus Eigennutz taten, sind nicht erwähnenswert.

Ich bin überrascht über die Frage, wie Menschen sich nach Münchhausenart an den Haaren aus dem Sumpf gezogen haben, denn ich bin der festen Überzeugung, dass wir das alles ständig tun. Sicherlich benötigen wir gelegentlich auch Unterstützung von ein paar Freunden – aber nur dann, wenn wir unverschuldet in eine plötzliche Not geraten.

Generell denke ich, dass Angst der schlechteste aller Ratgeber ist. Wären die Menschen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ängstlich gewesen, hätten sie Deutschland nicht wieder zu der Blüte bringen können, auf der sich das Land trotz vielfältiger Unkenrufe und offenkundiger Irrtümer heute befindet.

Der Ursprung: Dieser Artikel - Blogparade
Aber das ist nicht alles. Demnächst lesen Sie mehr von mir zum Thema.