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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
  Mobil 016093095395.

Warum Ihnen das Glück vielleicht nichts nützt – oder doch

Nie ist so viel über das Glück geschrieben worden, wie dies heute der Fall ist. Doch immer, wenn viel geschrieben wird, muss man sich fragen: Wem nützt es?

Zunächst einmal haben wir Menschen das Recht, selbst zu bestimmen, was wir für „Glück“ halten. In den Ländern Mitteleuropas können wir sogar wählen, wie wir unser Glück machen. Haben wir das schon vergessen?

Erstaunlich, dass wir eine Belehrung darüber benötigen, was uns glücklich macht. Noch erstaunlicher, dass wir in typisch deutscher Verbissenheit das Glück unbedingt „festmachen“ wollen, wie man ein Schiff vor Anker legt. Doch so, wie ein Schiff kein Schiff mehr ist, wenn es nur im Hafen liegt, so ist das Glück kein Glück mehr, wenn Sie es als Begriff festgenagelt haben.

Wir zementieren Begriffe und wissen nicht einmal, was wir damit anrichten. Wem das Glück hold ist, dem gelingen manche Dinge schneller und einfacher als jemandem, der seinen Erfolg hart erarbeiten musste und dem ein wenig Glück dazu fehlte. Das ist eigentlich alles. Es gibt keinen Grund, nun auch noch zwangsweise zum Glück verpflichtet zu werden.

Es gibt einen Zustand zwischen Glück und Unglück: Man nennt ihn das Leben. Wenn ich Ihnen etwas raten darf: Lassen sie all diese Glücksbücher in den Regalen stehen – sie sind ihr Geld nicht wert.

Wenn Sie genau wissen wollen, wie Sie die Sache mit dem Glück schaukeln, ohne unbedingt glücklich werden zu müssen, dann lesen Sie „Dr. Ankowitschs Kleiner Seelenklempner“. Er verändert entweder ihr Leben – dann hat er seine Wirkung getan, oder aber Sie lesen ihn mit Vergnügen – dann dürften Sie schon eine höhere Stufe als das Glück erreicht haben: Die Gelassenheit.

Casey Johnsons Tod und Tila Tequila

Da sehr viele Menschen mein Blog (übrigens sehr zu meinem Leidwesen) nur wegen einer gewissen Tila Tequila (geborene Tila Nguyen) anschauen, muss ich Ihnen allen hier eine Nachricht hinterlassen, die Sie möglicherweise schockieren wird: über den Tod einer gewissen Casey Johnson, die im zarten Alter von 30 Jahren aus unbekannten Gründen von dieser Erde ging.

Casey Johnson war ein Teil der international stark beachteten IT-Girls, zu denen auch Paris Hilton und Tila Tequila zählen. Anders als Tila Tequila, die eine Art „Selfmadestar“ ist, war Casey Johnson von Haus aus reich. Ihr Vater Woody Johnson ist der Inhaber von „New York Jets“. Beide stammen aus der bekannten Dynastie der Johnsons, den Gründern von „Johnson & Johnson“.

Ihr Tod ist wohl der erste Tod eines Sternchens, der über Twitter verfolgt wurde – jedenfalls wurde ihr letzter Twitter-Eintrag am 29. Dezember 2009, morgens um 1 Uhr13. Obwohl noch nichts Näheres bekannt ist, meldeten Nachrichtendienste, dass sie am 4. Januar bereits „mehrere Tage“ tot war. Angeblich war sie zu diesem Zeitpunkt mit Tila Tequila „verlobt“ – aber auch dies könnte nur einer der üblichen PR-Tricks von Frau Tequila gewesen sein, die gerne auf Kosten anderer Aufmerksamkeit zu erringen versucht.

Wie Tila Tequila TMZ telefonisch mitgeteilt haben soll, hatte diese am 28. Dezember den letzten persönlichen Kontakt mit ihrer angeblichen Verlobten Casey Johnson. Weil diese angeblich „ihre Hunde bei ihr vergessen hätte“, habe sie seit dem 29. Dezember versucht, Casey Johnson zu erreichen, die „ihr Telefon jedoch abgeschaltet“ habe.

Das Beispiel mag zeigen, wie wenig das Showgeschäft der IT-Girls generell mit deren Lebensrealität zu tun hat – und insbesondere Tila Tequila dürfte in diesem Zusammenhang einen schweren Stand haben – der Tod ist eben eine Realität, die sich nicht mit PR-Gags übertünchen lässt.

Warum die WELT Frau Motschmann aus Bremen verspottet

Diese Art Popularität hätte sich die Pfarrersfrau Elisabeth Motschmann wohl nicht gewünscht: In der WELT wurde sie gleich mehrfach erwähnt: als „sendungsbewusste Pfarrersfrau“, als „Sauberfrau“ und als „notorische Nörglerin“. Sie geriet in die Presse, weil sie sich im Vorfeld der Sendung „3 nach 9“ von Radio Bremen weit aus dem Fenster gelehnt hatte – zu weit, wie man heute wohl sagen darf. Ziel ihrer Angriffe war die Erfolgsautorin und heutige Moderatorin Charlotte Roche. Nun, wer Frau Roche ist, wissen die meisten Menschen in Deutschland – aber wer ist bitte Frau Motschmann?

Elisabeth Motschmann ist eine christdemokratische Politikerin und als solche stellvertretende Vorsitzende des Fernsehausschusses von Radio Bremen. Zudem ist sie die Fraktionssprecherin für kirchliche Angelegenheiten und Religionsgemeinschaften innerhalb ihrer Partei. Dies wird verständlich vor Ihrem Lebenshintergrund: Die 56-Jährige ist mit Pastor Jens Motschmann von der Martini-Kirchengemeinde verheiratet und hat nach ihrer Vita auch Theologie studiert.

Damit ihre Meinungsfreiheit nicht zu kurz kommt, führt sie auch ein Blog, in dem man noch heute Ihre Auffassung über Charlotte Roche nachlesen kann, beispielsweise dieses:

Meine Kritik richtet sich sehr viel mehr dagegen, dass Charlotte Roche überhaupt keine Tabus kennt und für sich akzeptiert. Dazu gehört der christliche Glaube, der Bestandteil der Würde des Menschen ist und darum unantastbar sein sollte.“

Sehen Sie, da liegt genau der Punkt, warum ich mich vor der Politik christlich-demokratischer Politiker in Deutschland jahrzehntelang fürchtete: Weil die Bibel kein Buch ist, mit dem Politik machen darf, sondern eines, das man im Herzen tragen muss, wenn man es in die Politik einbringen will. Eine Pfarrersfrau und Ex-Studentin der Theologie sollte dies eigentlich wissen. Wer eine kleine Ironie am Rade verträgt, dem sei gesagt: Der „Evangelische Pressedienst“ stellte sich auch nicht gerade auf die Seite von Frau Motschmann.

Noch lächerlicher aber machte sich die Deutsche Journalisten-Union (dju), deren Vorsitzender Ulrich Janßen sich im Vorfeld ebenfalls negativ über Frau Roche geäußert hatte. Die Abwatschung durch Herr Janßen erfolgt vor allem, weil Frau Roche im Vorfeld geäußert hatte , sie würde bevorzugen, dass ein Gast lieber unterhaltsam lüge, als eine langweilige Wahrheit zu verkünden.

Nachtrag: Frau Motschmann scheiterte neulich kläglich als Bürgermeisterkandidatin der CDU in Bremen. Offenbar hat man ihr die Polemik nicht verziehen - und zusätzlich wirft all dies viel Licht auf den Zustand der Bremerr CDU: