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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Problemlösungen: Warum scheitern eigentlich Data Warehouses?

Sie wundern sich über den Titel? Außer zur Schrifttellerei hab ich immer noch einen kleinen Draht zu Kommunikation und zu Problemlösungen. Sie dürfen sicher sein: Die meisten erkannten Probleme werden deshalb nicht gelöst, weil die Grundlagen unzureichend ermittelt wurden.

Wer schon seit längerer Zeit nicht mehr in der IT-Branche arbeitet, so wie ich, der darf sich zurücklehnen und den Ameisenhaufen „Wirtschaftsunternehmen“ einmal von außen betrachten.

Ich greife „Data Warehousing“ heraus, weil es eines der Gebiete ist, die für die Unternehmenspolitik, namentlich die des Vertriebs, von entscheidender Bedeutung sind. Heute sagt man gelegentlich nicht mehr „Data Warehouse“, sondern „Data Mart“, und manche Menschen finden es unheimlich wichtig, die Unterschiede zu erläutern. Allein dies Beispiel einer an sich wertlosen Definition zeigt, wie wuselig die IT-Branche ist, von der man doch glaubt, sie sei von kühlen Analytikern durchsetzt. "Data Warehousing" bedeutet nichts anderes als die sinnreiche Bereitstellung von Unternehmensdaten. Zur Erinnerung: ein "Warehouse" ist ein Lager - weiter nichts.

Sehe ich heute ins Internet, so finde ich zahllose Artikel, die sich darum drehen, wie sich Datenstrukturen, Software, Hardware und „Endgeräte“ einsetzen lassen. Ich finde detaillierte Pläne als Powerpoint-Präsentationen, die sehr eindrucksvoll sind und von großem Fleiß der meist jungen Autorinnen und Autoren zeugen. Ich vermisse einen Satz: Die umfassende Analyse der Grundlagen.

Ansprüche, Wünsche, Hoffnungen - für IT-Lösungen irrelevant

Lassen Sie mich einen Moment Luft holen und Ihnen dies sagen: Die meisten Projekte dieser Art beginnen mit Wünschen, Ansprüchen und Hoffnungen – also mit „weichen“ Daten, für die es keine IT-Lösungen gibt.

Ich habe meinen Kunden und Schülern immer gesagt:

Mit Datenverarbeitung bilden Sie die Wirklichkeit ab. Nur, wenn ihre Wirklichkeit stimmt, stimmt später auch die Verwirklichung des IT-Projekts.


Wenn die Wirklichkeit zweifelhaft ist, passiert etwas, das IT-Leute „Shit in – Shit out“ nennen und was man in klarem Deutsch so ausdrücken könnte:

Das Ergebnis der späteren Analysen kann nicht besser sein als die Qualität der ursprünglichen Daten.


Strukturen müssen eindeutig sein

Das Geheimnis eines IT-Projekts liegt also in erster Linie in dem, was wir „die Wirklichkeit“ nennen könnten – und das Scheitern setzt da ein, wo die Grundlagen nicht stimmen. Ich will nicht unbedingt aus der Schule pluadern, aber so viel kann sich sagen:

Alle sogenannten „gewachsenen“ Strukturen müssen infrage gestellt werden können. Unternehmer, oder besser Manager, die sich dagegen wehren, müssen sich klar sein, dass sie damit das Projekt gefährden oder gar unmöglich machen. Üblicherweise liegen die Probleme in Abteilungs- Kunden- oder Produktstrukturen. Ich sage keinem IT-Mitarbeiter etwas Neues, wenn ich unterstelle, dass „kleinste verfügbare Einheiten“ geschaffen werden müssen, die sich auch bei strukturellen Veränderungen immer wieder sinnreich und vor allem schnell zusammensetzen lassen.

So selbstverständlich diese Tatsache für IT-Mitarbeiter ist, so utopisch scheint sie für viele Manager zu sein. Ich will hier nicht ins Detail gehen – aber dieses Szenario ist gewiss nicht unüblich:

Es gibt mehrerer Produktlinien, die aber keine Spur von Hierarchie aufweisen. Parallel dazu besteht eine zweite Gliederung, die mit der Ersten nicht in Einklang gebracht werden kann. Aus beiden sollen später wertvolle Fakten gewonnen werden, die für Unternehmensentscheidungen verwendet werden sollen. Das können sie aber nicht, weil sie nicht eindeutig genug sind.

Nun geschieht im Vorfeld des Projekts etwas sehr Merkwürdiges: Entweder, man hört auf den IT-Berater und begradigt die „Unebenheiten“ in den Strukturen, oder aber man hört auf die Abteilungsleiter, die für jede Unebenheit eine Sonderlösung wollen. Nimmt man sich der Wünsche der Abteilungsleiter an, so wird das Projekt mit Sicherheit komplizierter, sehr wahrscheinlich erheblich teurer und leider eben auch mit dem Virus des Versagens infiziert.

Wenn Ihnen das zu simpel ist, lesen Sie meinetwegen andere Meinungen, die mit Fremdwörtern gespickt sind. Aber vergessen Sie bitte nie: Wenn der Baugrund nicht stimmt, stürzt ihr schönes Data Warehouse irgendwann zusammen.

Brauchbar fand ich diesen Artikel, der nicht zu akademisch geschrieben ist.

Erotisches Kapital? Ja bitte, warum denn nicht?

charme sieht zu jeder zeit anders aus - und im geschäftsleben wäre diese pose sicher nicht angebracht gewesen


Es ist unmöglich, nicht zu kommunizieren – und ebenso unmöglich ist es, sein erotisches Kapital nicht in Beziehung und Karriere einzubringen.

Wer immer die Behauptung aufstellt, der Einsatz von erotischem Kapital sei die „falsche Botschaft“, muss sich auch fragen lassen, ob der Einsatz von „sozialem Kapital“ die falsche Botschaft ist.

Kein Mensch, außer gewissen Gewerkschaftlerinnen, Feministinnen und Beamtinnen glaubt, dass die mit einem Prädikatsabschluss beendete Ausbildung der alleinige Schlüssel zum Erfolg wäre. Hingegen wird jeder, der einmal in der Wirtschaft tätig war, bestätigen können: Persönlichkeit ist das Kriterium, das hinzukommen muss, um dauerhaft Erfolg zu haben, zumal in Führungspositionen.

Zur Persönlichkeit gehört nun aber außer den typischen, sinnreichen Persönlichkeitseigenschaften wie Führungsstärke, Durchsetzungsvermögen und soziale Kompetenz auch die erotische Ausstrahlung – oder sollten wir sie etwa an der Garderobe angeben, wenn wir Führungskräfte werden wollen?

Die meisten von uns haben schon einmal erlebt, dass man sich für eine Lehrerin, die man verehrt, mehr anstrengt. Ebenso arbeitet ein Team viel lieber einer Chefin oder einem Chef zu, die/der mit Charme und Humor führt. Die sinnliche, aber kompetente Projektleiterin erreicht eben mehr als die alte Matrone, die auf Prinzipien herumreitet – was soll falsch daran sein?

Unsere Persönlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg – und wer das erotische Kapital nicht nutzt, ist eine Närrin oder ein Narr.

Was meinen Sie?


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Nehmt euch gefälligst zusammen, Grüne!

Der grünen Partei stünde derzeit nichts besser an, als sich am Riemen zu reißen und einmal ihre Freund- und Feindbild kritisch unter die Lupe zu nehmen, denn im Grunde macht sie den gleichen Fehler wie die SPD, nur anders: Partei und Wähler haben sich auseinanderdividiert. Dort, wo die Grünen ihre Wähler vermuten, nämlich beim kernigen Protestpotenzial, das ein Claudia Roth repräsentiert, finden sie immer weniger Menschen - und vor allem wenig zuverlässige Grünen-Wähler.

Wer in den letzten Tagen über die Grünen gelesen hat, kann nur den Kopf schütteln: Da wird tatsächlich versucht, den Wettbewerb um die sozialste aller sozialen Gerechtigkeiten zu gewinnen – ein Feld, das die Grünen besser erst gar nicht abgehen sollte: viel zu viel Konkurrenz.

Zudem sollte man den Grünen vielleicht sagen, dass derzeit kein Wahlkampf stattfindet: Sie brauchen nicht zu zetern und zu schreien – das kommt in den stillen Vororten, wo inzwischen „Grün“ gedacht wird, überhaupt nicht mehr gut an. Klare Worte – nun gut – aber dann bitte auch klare Konzepte, denn im Grunde genommen weiß kein Grün-Wähler mehr, was er wirklich wählt, wenn er „Grün“ auf dem Wahlzettel ankreuzt: Familienpartei, Ökologenpartei, Gerechtigkeitssektierer oder Linksparteiverschnitt.

Grüne: Sagt, den Wählerinnen und Wählern, wofür ihr steht - und nehmt euch gefälligst zusammen, wenn ihr die Lust verspürt, herumzuschimpfen.