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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Die vermeintlichen CDU/CSU-Eliten ertragen offenbar keine Kritik

So etwas muss einem erst einmal einfallen - da sagte nämlich Schleswig-Holsteins CDU-Chef Christian von Boetticher angesichts des längst fälligen Rücktritts eines Ministers:

Mit zu Guttenberg verliert das Bundeskabinett einen schwer zu ersetzenden Leistungsträger. Die Kritik an von ihm selbst eingeräumten Fehlern, die weit vor seiner Amtszeit lagen, haben in den vergangenen Tagen ein unerträgliches Ausmaß angenommen.


Wie bitte? Die Kritik hat ein „ein unerträgliches Ausmaß“ angenommen? Ja bitte schön, und was ist denn mit der Glaubwürdigkeit?

Es scheint immer noch so zu sein, als ob sich einzelne Mitglieder der CDU/CSU für die natürlichen Eliten des Volkes halten. Sie sollten sich endlich daran gewöhnen, an ihren Taten gemessen zu werden.

Frau Schröder macht in Kinkerlitzchen

Die neue Familienministerin will offenbar eine neue Quote in die Wirtschaft einführen – und wie man sich denken kann, ist dies keine Katholikenquote, sondern eine Frauenquote. Damit spielt sie den Grünen und der SPD gleichzeitig in die Hände – beide Parteien haben selbst ähnliche Vorstellungen.

Nun steht fest, dass in der Bundesrepublik Deutschland noch viel zu wenig Frauen in Führungspositionen gelangt sind. Es fragt sich allerdings, ob daran die fehlende Quote schuld ist oder eine seit Jahrzehnten fehlerhafte Frauenpolitik der CDU/CSU. Denn was die Ministerin jetzt mehr oder weniger behauptet, ist ja dies: Die Wirtschaft könnte ja, aber sie will nicht. Frau Schröder forderte deshalb von der Wirtschaft für Führungspositionen eine Quote von mindestens 20 Prozent bis 2015. Die Regulierungsfanatiker der Grünen und der SPD geht diese Regelung freilich nicht weit genug: Sie fordern 40 Prozent. Fragt sich nun nur, welche Abgeordneten im Bundestag überhaupt genug Wirtschaftskompetenz haben, um beurteilen zu können, was dies bedeutet. Es ist eben viel einfacher, eine Frauenquote in Parteien durchzusetzen als eine Frauenquote in der freien Wirtschaft. Sagte ich gerade „freie Wirtschaft“? Wie frei ist denn eine Wirtschaft noch, bei der man die Führung mit Frauenquoten gängeln will?

Vielleicht sollte sich Frau Schröder mal um eine sinnvolle Familienpolitik kümmern, bevor sie populistischen Dampf in Richtung Wirtschaft ablässt. Dort wartet noch reichlich Arbeit auf sie.

Gelesen im FOCUS.

SPD – die Drückeberger wollen nicht regieren

In einer Zeit, in der die CDU vor sich hinschwächelt, die Kanzlerin permanent an Vertrauen verliert und Herr Westerwelle seine FDP an den Rand des Ruins bringt, sollte eigentlich die SPD die einmalige Chance nutzen, dem Volk zu zeigen: Ja, wir können es noch! Ja, wir können es wieder! Seht, wir koalieren sogar mit der CDU, damit das Volk eine bessere Regierung bekommt! Doch nichts davon – die SPD will in Zukunft Opposition machen, aber nicht nur das. Die Aussagen der zukünftigen SPD-Oppositionsführerein im Landtag lassen nichts Gutes vermuten:

„Wir werden jetzt den Politikwechsel aus dem Parlament heraus betreiben … wir gehen (dabei) davon aus, dass es in vielen Themenfeldern Mehrheiten geben wird." Mehrheiten? Mit der Linkspartei? Aus der Opposition heraus? Hoffentlich nicht. Damit wird Politik zur Farce.

Was die SPD-Drückebergerei soll, bleibt dennoch vorerst unklar, nur eines wird sonnenklar: Beim Volk punkten Drückeberger nicht. Die SPD verspielt einmal mehr eine Chance – und wenn sie so weiter macht, dann werden sich die übrigen Parteien ins Fäustchen lachen.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass auch CDU und FDP keine Punkte beim Poker um die Macht holen könnten: Die CDU hätte gut und gerne ihren König austauschen können, um der Dame an der Spitze der SPD gerecht zu werden, und was die FDP überhaupt noch in der NRW-Politik sucht, das weiß wahrscheinlich nur noch sie selbst.

Die nächste Stufe werden vermutlich Neuwahlen sein – und ob das eine Lösung in einer Zeit ist, in der die Menschen kein Vertrauen mehr zu CDU, SPD und FDP haben, bleibt abzuwarten.