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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Brigitte - die Frauenzeitschrift „ohne Models“

Frauenzeitschriften modellieren seit ihrem Entstehen am Frauenbild – und dieses „modellieren“ kann man auch getrost als „manipulieren“ ansehen. Doch nun überrascht der Verlag Gruner+Jahr, der Herausgeber des Frauenmagazins „Brigitte“ damit, „keine Models“ mehr für die Fotosessions zu verwenden – weder bei „Beauty“ noch bei „Living“ oder bei „Fitness“, wie der Verlag bekannt gab. Da überrascht die moralinsaure Begründung, die die WELT uns bietet: „das Magazin …verzichtet künftig auf professionelle Models und übernimmt damit in Zeiten des Mager-Model-Trends eine Vorreiterrolle in der Zeitungsbranche“.

Was wirklich dahinter steht, bleibt im Dunkeln. Denn wenn es stimmt, dass der Verleger bei Brigitte ohnehin keine Topmodels waren, dann hätte man ja auch etwas fülligere Damen oder Hausfrauendarstellerinnen anfordern können – schließlich gibt es diese bei den Modellagenturen ebenso wie „Magermodelle“. Auch die Behauptung, die „Frauen wie Sie“, die jetzt von Brigitte gesucht werden, würden „ähnliche Honorare“ bekommen wie die Profis, wird sich kaum rechnen: Der Vorteil professioneller Models ist ja gerade, dass sie wissen, wie sie aussehen und wirken und die geforderten Einstellungen deshalb in kürzester Zeit hinkriegen – bei Amateuren dürfte Stunde um stunde vergehen, in der ja nicht nur die Models, sondern auch die Fotografenteams bezahlt werden müssen.

So scheint das Ganze eher ein PR-Gag des Verlags zu sein: Man kann ja mal versuchen, wie die Brigitte-Leserinnen darauf reagieren – denn das weiß bislang kein Mensch, nicht einmal die Redaktion – und weil man offenbar kein Konzept hat, behilft man sich mit Sprüchen. O-Ton Brigitte: (Wir machen das) … „weil Frauen keine Stellvertreter brauchen“. Das klingt knackig, aber Frauen, die keine Stellvertreter brauchen, brauchen möglicherweise auch keine Frauenzeitschriften mehr, und diejenigen, die Frauenzeitschriften brauchen, könnten eventuell auf Stellvertreterinnen angewiesen sein.

Zitate: Brigitte, DIE WELT

Nathalie Dylan und die Versteigerung ihrer Jungfräulichkeit

Es ist ein kleiner Unterschied, ob man in einem Bordell in Nevada entjungfert wird oder ob man den Medien das Geld für eine derartige Story aus der Nase zieht.

Offiziell hört sich die Sache so an: Die 22-jährige Natalie Dylan hat auf der Webseite eines Bordells in Nevada ihre Jungfräulichkeit zum Verkauf angeboten – was bis zu diesem Zeitpunkt durchaus noch realistisch erscheint, denn ihre Schwester hatte nach Presseberichten ebenfalls in einem Bordell gearbeitet und auf diese Weise ihr Studium verdient. Nachdem sie von diesem Angebot allerdings im September letzten Jahres in Howard Sterns Radio Show erzählte, wuchs ihre Popularität, und die Gebote kletterten von ein paar Zehntausend Dollar auf den heutigen Stand von 3,7 Millionen – wohlgemerkt, für nichts als eine Nacht mit einer „intakten Jungfrau“.

Inzwischen hat Frau Dylan unter anderem durch die britische Boulevardzeitung SUN so viel Popularität gewonnen, dass sie erwägt, lieber etwa eine Million Dollar an Tantiemen für die Story zu kassieren, als dass sie den „Deal“ wirklich erfüllt. Jedenfalls sei ihr Lebensziel keinesfalls, auf der „Bunny Ranch“ ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, sagte Frau Dylan der SUN. Sie legte aber Wert auf die Feststellung, dass sie den Coup im Ursprung nicht so geplant habe, sondern die Entjungferung im Bordell für sie eine ernsthafte Absicht gewesen sein.

Die ganze Story hat gewisse Parallelen zu der Jungfrauenversteigerung der Britin Rosie Reid – auch bei ihr ist nicht sicher, ob die Entjungferung durch einen Ingenieur, von der die Presse wissen wollte, tatsächlich stattfand oder ob der Schluss der Geschichte frei erfunden war.



Quellen - Sources:

SUN - Virgin Sex ...
SUN: £2.6m virgin
BBC: Rosie Reid
SEHPFERD: Rosie Reid ... danach

Eartha Kitt

Das erste Mal hat sie mich bereits fasziniert und elektrisiert: die Stimme von Eartha Kitt. In einem Kino in Bremen gab man den Film „St. Louis Blues“ – eine etwas verkitschte Version des Lebens von W.C. Handy, der die Blues sammelte, umschrieb und zur Welterfolgen machte: Wer hätte nie den St. Louis Blues oder "Careless Love" gehört?

Eine junge Sängerin trat auf, deren Schauspiel und Gesang unter die Haut ging: Eartha Kitt. Ich versuchte, die Aufnahmen zu bekommen, aber aufgrund der Rechtslage konnte man sie nicht auf Schallplatten bringen. Heute kann man die Filmmusik hier hören – und eine Eartha Kitt, wie Sie alle sie vielleicht noch nie gesehen haben.

Eartha Kitt hat der Welt alles gegeben, was eine Sängerin geben kann. Eine mutige Frau, eine lebensfrohe Frau – die liebevoll, sinnlich und frivol sein konnte wie kaum eine andere. Eartha Kitt wird nie mehr singen. Sie starb am 25. Dezember 2008.