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November '14



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Sprachpflege – was ist eigentlich Mischings?

Ist Ihnen schon aufgefallen, wie viele Menschen behaupten „das Norddeutsche“ zu lieben? Diese angeblich so „spröde Sprache“ (beide Male mit hartem „S“, versteht sich?)

Kaum jemand weiß, dass es sich dabei um Mischings handelt, oder jedenfalls um das, was davon noch übrig geblieben ist. Die Entstehung des „Mischings“ ist leicht zu erklären – aber ich kann mich nicht für die historische Wahrheit verbürgen, weil die Quellen lückenhaft sind.

In den Hafenstädten Bremen und Hamburg benötigte man eine allen Bürger verständliche Sprache, die auch für den Fremden noch halbwegs transparent war. Das Niederdeutsche, das in der Umgebung gesprochen wurde, eignete sich wenig als allgemeine Kommunikationssprache, und das Hochdeutsche hatte eine ungleich komplizierte Grammatik. Hochdeutsch beherrschten also bestenfalls Pfarrer, Ärzte, Anwälte oder Apotheker, während alle anderen verschiedene Ausprägungen des Niederdeutschen sprachen. Aus dem Kontakt ergab sich dann das Mischings, die Allerweltssprache, zu der auch noch Seeleute und die französische Besatzungsmacht (1810 – 1813 in Bremen) ihren „Senf“ dazugaben.

Apropos Franzosenzeit: Daraus stammen die Worte (hier in Mischings phonetisch): Trottoah (Bürgersteig) Soträng (Untergeschoss) und Pottmaneh“ (Geldbörse). Unklar ist hingegen die Bedeutung des Wortes „Fisimatenten“, in der Bedeutung von „Ausflüchte haben“, „Einwände haben“, „sich zieren“ oder „zögerlich vorgehen“, das nicht einwandfrei der Franzosenzeit zugeordnet werden konnte, aber dort ganz offenbar seine Blütezeit hatte. Viellicht gaben besorgte Mütter ja wirklich ihren Töchtern ja wirklich den besorgten Rat mit "Mach keine Fisimatenten".

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Geschrieben von Gebhard Roese

31.01.2012 um 11:08:59

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