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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Sammelsurium im Sommerloch: Lolita

Was macht man als Journalist(in), um das Sommerloch zu füllen? Man könnte es mit dem Ungeheuer von Loch Ness versuchen, aber das interessiert sich nicht mehr für Sommerlöcher, weil Schottland auch ohne Seeungeheuer touristisch außerordentlich gefragt ist. Da gerade keine passenden Hurenaffären zur Verfügung stehen, hatte man fürs Sommerloch eigentlich Yvonne erfunden – nur sie ist leider eine Kuh, und wer interessiert sich auf Dauer schon für dumme Kühe?

Da endlich kam den deutschen Journalistinnen und Journalisten der Zufall zur Hilfe: „Wenn über eine alte Sache mal endlich Gras gewachsen ist, kommt sicher ein Kamel gelaufen, das alles wieder runter frisst“. Der Name des Kamels steht noch aus, der Name der Sache aber ist für den Verdummungsjournalismus klar: Lolitakomplex.

Ob Lolita-Affäre, Lolitagate (Süddeutsche) Lolita-gate, Lolita-Affäre, Lolitalapsus (FOCUS), „Lolita für Loser“ (Stern) oder Lolita-Komplex (Zeit) – überall wird der Name herumgeschleudert. Dabei wird verfälscht und geklittert, was das Zeug hält: Die literarische „Lolita“ war 12, die angebliche Lolita ist 16, und der wissenschaftlich klingende Begriff Lolita-Komplex stammt von einem Autor semi-erotischer Romane.

Ach, fragen Sie mich doch bitte nicht, was ich davon halte – Sommerloch ist Sommerloch, da legt man die Wahrheit nicht auf die Goldwaage. Fragt sich bloß, ob die Leserinnen und Leser der deutschen bürgerlichen Presse so dumm sind, auf die teils haarsträubenden Thesen der Kommentatorinnen und Kommentatoren hereinzufallen.

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