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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Die Entfernung eines Nicht-Nacktfotos

Die Welt des Webs ist eigenartig. Wenn beispielsweise früher einmal eine Dame aus – nun sagen wie mal Wuppertal ein bisschen zu viel nackte Brust in einer zweitklassigen Herrenzeitschrift gezeigt hatte, und wenn sie dann sogar noch eins obendrauf setzte und der örtlichen Presse ein Interview gab – na ja dann krähte nach einem Jahr kein Huhn und kein Hahn mehr danach. Anders heute: Selbst ich habe ungefähr eine Anfrage pro Monat, ich möge doch bitte diesen oder jenen Namen aus einem Artikel herauslöschen und dies oder jenes Bild entfernen.

Wie ich bereits mehrfach schrieb, komme ich solchen Bitten sehr gerne nach – schließlich will ich ja einer Lehramtsanwärterin keine Stolpersteine auf den Weg legen, nur weil sie mit 18 mal ihre Brüste in Männerzeitschriften und privaten Fotografen möglicherweise noch ein bisschen mehr gezeigt hatte.

Dieser Tage bat mich nun sogar eine deutsche Schauspielerin, ich möchte doch bitte das „Aktfoto“ entfernen, das ich auf einer meiner Seiten veröffentlicht hätte. Dieses „Aktfoto“ war ein Szenenfoto eines Theaterstücks, in dem die Dame nun tatsächlich völlig nackt mitwirkte. Ich hätte davon ein ganzes Dutzend aus einem Video veröffentlichen können, da der nackte Körper der Dame nachts auf einem Fernsehsender zu sehen war – aber ich tat es nicht, um meinen Werbevertrag nicht zu verlieren – nackte Brüste können üble Folgen haben, also benutzte ich ein Bild, auf dem sich die Dame gerade zu ihrem Partner dreht, der dann die Brust verdeckt.

Nun, wie auch immer – des Menschen Wille ist sein Himmelreich, und ich habe die liebe Dame, die meinte, „nackt“ zu sein, aus dem Netz genommen. Allerdings kann ich mir das Grinsen nicht verkneifen, mit welch eigenartigen moralischen Vorstellungen doch selbst das deutsche Volk noch zu kämpfen hat. Wenn ein nackter Rücken für eine Fernsehschauspielerin schon zu viel ist – na, dann gute Nacht, deutsches Fernsehen.

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