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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Unser täglich Dummgeschwätz gib uns heute

Einer meiner Feedreader liegt auf „Sexualität“ im Netz – und was dich jetzt an geschwätzigen Kommentaren zu lesen bekommen, hängt mir – mit Verlaub – zum Halse heraus. Dabei machen es vereinzelte Jesuiten wie auch andere katholische „Würdenträger“ den Journalisten allerdings sehr leicht – sie schwätzen und schwätzen und schwätzen. Was dabei herauskommt, ist letztendlich dies: Vor lauter Dummgeschwätz blieb das eigentliche Thema auf der Strecke, nämlich die schamlose Ausnutzung des Verhältnisses zwischen „Gottesmann“ und abhängigem Knaben zum Geschlechtsverkehr.

Statt dessen hat man sich nun sogar auf Nebenschauplätze begeben, die jeder Beschreibung spotten: „Sehr dankbar“ war die CSU-Justizministerin des Landes Bayern, Beate Merk, dem Herrn Bischof Mixa, und sie schulmeisterte denn auch gleich seine Kritiker in harschem CSU-Ton: Sie sollten doch bitte das Interview mit Mixa in der „Augsburger Zeitung“ genau lesen, „anstatt Scheindebatten anzuzetteln“. Da verschlägt es einem wirklich die Sprache: Wer bitte hat den versucht, eine neue Scheindebatte anzuzetteln? Die Äußerungen Mixas waren doch klipp und klar der Versuch, die Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland in die Verantwortung für die unglaublichen Vorgänge in der katholischen Kirche einzubeziehen.

Generell gilt doch wohl, dass inzwischen wirklich alles gesagt ist, was es zum Thema zu sagen gab. Alles, was jetzt noch gesagt wird, kommt einer Verharmlosung gleich und sollte deshalb vermieden werden. Ich habe da meine Zweifel, ob die katholische Kirche dies durchhält, denn für sie geht es ja um viel mehr: Die Kirche hat immer noch einen Arm im Bildungssystem, den sie auf Biegen und Brechen verteidigt (siehe die Diskussion um den Ethikunterricht). Möglicherweise ist dies der eigentliche Grund dafür, dass jetzt versucht wird, die Sache zu „relativieren“.

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