Vielleicht kommt es ihnen merkwürdig vor, dass diese Betrachtung ausgerechnet hier veröffentlicht wird – aber sie ist ein Teil der Themenwoche meiner Blogs, in der es darum geht, wie man erfolgreich leben und lieben kann. Das Thema dürfte auch deshalb brisant sein, weil der sogenannte „Ehebruch“ aka Seitensprung heute von den Medien reichlich strapaziert wird. Ich gehe wahrscheinlich nicht ganz fehl in der Annahme, dass unter den „Sündern“ auch viele Protestanten sind, die ihre Sünden niemals tilgen können, während dies den Katholiken etwas leichter gemacht wird. Damit gar nicht erst Missverständnisse auftauchen: Hier geht es nicht um Ehebruch, sondern darum, was Christen in der Liebe, in der Erotik und beim Sex „dürfen“ und was nicht.
Sie können sich denken, dass die Fragen ein wenig infam sind – aber wenn es eine Diskussion geben soll, dann müssen sie es wohl sein, also:
1. Darf ein Christ Gottes Regeln zur Sexualität brechen?
2. Dürfen die den Sex betreffenden Gebote, die Moses niedergeschrieben hat, von Christen gebrochen werden?
3. Dürfen sich Christen in ihrer gelebten Sexualität von den Regeln unterscheiden, die der Religionsstifter dazu gegeben hat?
4. Ist es gestattet, die Regeln der Apostel, soweit sie Liebe, Ehe und Sexualität betreffen, für „außerchristlich“ zu halten und deshalb zu ignorieren?
5. Ist der Papst von Rom eine gültige Autorität für Ehe, Liebe und Sexualität?
6. Predigt die evangelische Kirche heute noch sinnvolle und akzeptable Regeln für die menschliche Sexualität?
7. Ist es gut und richtig, sich den Regeln für die Liebe willentlich zu widersetzen, die man für sich und sein eigenes Christentum gültig empfunden hat?
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