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Benno Ohnesorg – und das Dummgeschwätz der Historiker

Nicht erschütterte die Republik so wie der Tod des Studenten Benno Ohnesorg – und nichts sitzt uns allen, die wir damals fassungslos dastanden, so tief in der Seele wie die Tatsache, dass sein Tod niemals gesühnt wurde. Ob der Polizeimeister, der damals schoss, Mitglied der SED oder der Stasi war, spielt dabei überhaupt keine Rolle.

Doch darum geht es den Historikern im Moment gar nicht: Sie wittern eine intensive Beteiligung der DDR an den Studentenunruhen von 1968 und glauben, dass alles anders gewesen wäre, wenn die Stasi die Linke nicht infiltriert hätte (was zweifellos der Fall war).

Sie vergessen dabei, dass die Jugend die Nase voll hatte vom Adenauerstaat, der immer noch präsent war – und dass es ihr in erster Linie darum ging, ein Deutschland zu schaffen, das sich vom Muff der NSDAP-Vergangenheit, der noch überall saß, befreien wollte.

Sie vergessen auch, wie die Jugend der damaligen Zeit verteufelt, beschimpft und niedergemacht wurde. Der einmalige Befreiungsschlag 1968er war nötig, damit die Republik zu Sinnen kam. Wer heute lebt, der profitiert davon. Den Mief der Adenauerjahre kann sich niemand ernsthaft zurückwünschen – auch nicht diejenigen Dummschwätzer, die gar nicht wissen, wie es sich 1960 anfühlte, ein Jugendlicher zu sein.

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