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Sinnvolle Auseinandersetzung über Prostitution?

Nachdem nicht nur ich, sondern wohl alle Deutschen die dümmlichen Angriffe Brüsseler Feministinnen aus nordischen Ländern eben so satthaben wie die ständige Beeinflussung US-amerikanischer Gutmenschenkreise auf die deutsche Prostitutionsgesetzgebung, hat jetzt eine Wissenschaftlerin die Gründe für die Betrachtungsweise in Deutschland analysiert.

Sie setzt das schwedische „Modell“ gegen die deutsche Gesetzgebung und befindet, die Unterschiede ließen sich mit „wohlfahrtsstaatlichen, feministischen und religiösen Traditionen erklären.“

Weiter stellte sie fest, dass vor allem der schwedische Radikalfeminismus einen starken Einfluss auf die dortige Gesetzgebung gefunden habe. Die Prostitutionspolitik der schwedischen Regierung beabsichtige daher vor allem, die Gleichheit zwischen Mann und Frau herzustellen.

Zur Erinnerung: In Schweden ist die Prostitution als Anbietermarkt nicht generell verboten, wohl aber der Kauf solcher Dienstleistungen.

Nach meiner Auffassung sind die Schlussfolgerungen über Deutschland aber an den Haaren herbeigezogen: Der Einfluss der politischen Kräfte wird überschätzt, während die Meinung des Volkes im liberalen Deutschland unterschätzt wird – mit anderen Worten: Es ist nicht der Staat als Normengeber, sondern das Volk, das letztlich zu anderen Nomen gefunden hat – und ein gewisser Pragmatismus, der in Schweden fehlt: Was es gibt, das gibt es nun mal – und es kann nicht dadurch unterbunden werden, dass man es leugnet oder abdrängt.

Über einen Punkt kann man in Schweden übrigens nicht einmal reden, ohne scheel von der Seite angesehen zu werden: die Janusgesichtigkeit des neuen Gesetzes. Denn wo Prostitution als Broterwerb für die Frau gestattet ist, der Freier aber für die Bezahlung bestraft wird, ist etwas faul in der Gesellschaftsordnung. Es ist erstaunlich, mit welcher Vehemenz in Schweden solche Tatsachen ignoriert werden. Denn die schnelle Liebe wird auch in Schweden weiterhin gekauft – nur eben nicht mehr mit Bargeld in der Hand auf öffentlichen Straßen. Wie sagte mir einmal eine Freundin aus dem Norden: „Es ist in keinem Land der Welt verboten, einer Dame etwas zu schenken, wenn man den Abend mit ihr nett verbracht hat“. Nun denn – so heißt das also.

Gelesen in der Ärztezeitung



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