Skip to content

  Aktuelle Informationen

WORTWECHLER startet durch ...

ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
  Mobil 016093095395.

Die Forscher, die Evolution und die Verdummung der Leser

Wissenschaftler sollten eigentlich forschen, um das Wissen dieser Welt zu vermehren und den Menschen dadurch einen Nutzen zu bringen. Das tun sie auch, nur leider gibt es Ausnahme – und zu ihnen gehört eine bemerkenswerte Anzahl von Geisteswissenschaftlern.

Das neueste Stichwort, das in nahezu jede zweitrangige und überflüssige Forschung eingestreut wir, heißt „Evolution“. Das jüngste Beispiel ist nur eines von Dutzenden, hier zitiert nach einem Artikel im „netdoktor“:

Die Fähigkeit zum Bewerten des Paarungswillens war in der Evolution sehr wichtig und ist es auch heute noch, da sie ermöglicht, die Bemühungen nur auf Erfolg versprechende potenzielle Partner zu konzentrieren“.

Ich nehme an, der größte Teil der Leserinnen und Leser nimmt das so hin: Evolution kennen sie aus der Schule, Darwin ist ein guter Mann, die Sache ist schon lange bewiesen – stimmt.

Der Haken ist nur, dass die Evolution beim Menschengeschlecht seit einigen Tausend Jahren ganz anders verlaufen ist – und wie sie zuvor ablief, darüber wissen die Forscher nur ganz wenig. Nur mal so viel: Sollte es stimmen, was heutige Vereinfacher behaupten, dann hätten die starken Alpha-Männer damals die schicken, vollbusigen Weiber anhand ihrer gebärfreudigen Becken ausgewählt oder umgekehrt die Weiber die Männer anhand ihrer Körperkraft. Wie sich dann das evolutionär ausgewirkt hätte, darf ich Ihrer Fantasie überlassen – bestimmt nicht in steigender Intelligenz.

Überhaupt: Partnerwahl. Wenn man einmal davon absieht, wie normal es war, dass die Frauen ganzer Volksstämme vergewaltigt wurden, nachdem man die Männer niedergemetzelt hatte, wir wohl kaum von einer „freien Wahl“ des Partners sprechen können. Auch abseits der Gewalt wurden Spermien nicht anhand starker Lenden und breiter Becken verstreut, sondern zunächst mal dadurch, dass die Braut dem Vater abgekauft werden musste – keine Rede von einer „natürlichen Zuchtwahl“. Sicher, man vermutet, dass die Intelligenz durch die Spermien fahrender Gelehrter, Musiker, Kaufleute, Quacksalber, Fürsten und anderer Intelligenzler weit über das Volk ausgestreut wurden – aber da hatten die Frauen nun auch nicht allzu viel Chancen, zu wählen. Ein Blick auf die 1900er Jahrhundertwende zeigt gar: Frauen wurden verhökert – die Mitgift entschied, wie vererbt wurde – und keinesfalls das liebliche Gesicht oder die „große Büste“.

Heute – ja, heute. Heute „beobachten“ die Damen und Herren Forscher, wie sich ihre Geschlechtsgenossen beschnuppern und mal richtig, mal falsch aufeinandergeraten – und schließen daraus, dass es schon mal so war – damals, in der Evolution.

Bitte, meine lieben Damen und Herren Forscher: Die Menschheit hat in einem einzigen Jahrhundert einen enormen Wissenssprung vollzogen – jedenfalls in den Naturwissenschaften – und das lässt sich aus der Evolution nicht erklären. Das Versagen der Geisteswissenschaften allerdings auch nicht.

Leider interessiert dies alles keinen Geisteswissenschaftler. Sie sitzen dort, wo sie schon immer saßen – fest im Sattel -und von dort oben forschen sie, behaupten sie und verbreiten sie Nachrichten, die von der Presse willfährig nachgedruckt werden.

Ich weiß nicht, wie Sie es nenne. Ich nenne es Verdummung.

Zitat aus netdoktor nach US-amerikanischen Unterlagen

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!