Gehören bezahlte Beiträge in ein Blog? Oh, oh, mir schwant Schreckliches. Jetzt sollen wir Schriftsteller uns also outen – als schreibende Huren, sozusagen.
Die Fragen hören sich in der Tat an, also ob wir bloggende Schriftsteller und vom horizontalen Gewerbe nicht viel unterscheiden würden:
1. Gehören bezahlte Beiträge in einen Blog?
2. Wie viel Geld bekommst du pro geschriebene Rezension?
3. Was hältst du von dem neu eingeführten flexiblen Preissystem Trigamis?
4. Wie viel Mühe gibst du dir bei Rezensionen?
5. Auf was achtest du bei deinen Bewerbungen auf Rezensionen?
6. Wurden deine Bewerbungen schon öfters abgelehnt, weil dein Preis für eine Rezension zu hoch war?
7. Sind bezahlte Blogbeiträge die Haupteinnahmequelle deiner Seite?
So
versucht also ein Blogger, intime Details aus uns Schriftstellern herauszuquetschen. Ob er auch solche Fragen an Callgirls, Senderinnen und „erotische Heilerinnen“ stellen würde?
- Gehört bezahlter Geschlechtsverkehr deinem Geschäft?
- Wie viel Geld bekommst du für eine Standard-Nummer?
- Was hältst du von flexiblen Preissystemen statt Festpreisen?
- Wie viel Mühe gibst du dir beim Befriedigen?
- Aus was achtest du, wenn du dich einem Kunden anbietest?
- Bist du schon mal abgelehnt worden, weil dein Preis zu hoch war?
- Ist Prostitution deine Haupteinnahmequelle?
Sehen sie, liebe Leserinnen und Leser – solche Fragen an Huren würden sie wahrscheinlich in einem seriösen Blog zurückweisen, nicht wahr? Aber offenbar ist es sittlich vertretbar, solche Fragen an Schriftsteller zu richten.
Darf ich Ihnen einen Rat gaben? Bieten Sie sich stets an. Seien Sie offen darüber, was sie tun, aber nicht, wie Sie es tun. Behalten Sie immer ihren Humor, und seien sie freundlich zu all Ihren Kunden. Reden Sie niemals darüber, für wen sie „es“ tun – die Konkurrenz schläft nicht. Und sagen sie niemandem, dass sie es schon einmal für fünf Euro gemacht haben – der nächste Kunde könnte es für vier Euro wollen.