(sehpferd, 12.12.2007, freier content) Nach Pressebreichten warnte der Anbieter PC-Tools kürzlich übertrieben populistisch vor Robotern, die auf Webseiten flirtbereite Frauen und Männer simulieren. Die an den Haaren herbeigezogen Information stammt aus Meldungen, die „in russischen Chat-Foren“, die Runde machen, also nicht aus gewöhnlich zuverlässigen Quellen.
Angeblich sollen die mit „künstlicher Intelligenz“ ausgestatteten Programme von flirtbereiten Menschen nur schwer von echten Chatpartnern zu unterscheiden sein. Die Software können „schnell“ arbeiten und „10 Beziehungen in 30 Minuten“ herstellen, heißt es in der Meldung von
C-Net News.
Ziel des angeblich so formidablen Roboters sei, die Kontaktdaten wie Namen, Telefonnummern und Email, aber auch Fotos zu bekommen. Das Programm soll in der Lage sein, verschiedene Rollen anzunehmen – also beispielsweise eine romantische Flirterin oder ein sexbesessene Schlampe.
Was daran neu ist? Bestenfalls, dass diese dummen Progrämmchen jetzt mit Datenbanken verbunden sind, in denen Informationen gesammelt werden können. Denn seit „Eliza“ ist viel entwickelt worden – und die einzige „Intelligenz“ solcher Maschinen besteht darin, auf bestimmte Stichwörter in den Fragen geeignete Antworten zu geben. Als Ex-IT-Experte kann ich Ihnen soviel sagen: Der Vorrat ist – unabhängig von der Programmierkunst – schnell erschöpft.
Wer sich mal wieder über den fehlenden journalistischen Ehrgeiz der werten Kolleginnen und Kollegen von Computerzeitungen amüsieren möchte, der sollte sich mal über die „Cyberlover-Story“ informieren. Ich berichtete darüber bereits zuvor. - Das Ereigni
Aufgenommen: Dez 15, 15:46