Robert Basic hat es nach Eigenangaben geschafft – er kann von seinem Blog leben. Das allerdings können – wenn überhaupt – bestenfalls zwischen etwa 20 deutsche Blogger mit eigenen Blogs – und auch nur solche, die „in der Szene“ sind.
Interessanter als die Art, wie Herr Basic sein Geld verdient (darüber redet er ja oft und gerne) sind allerdings ein paar Aussagen, die ich Ihnen hier präsentiere, weil sie diskussionswürdig sind:
Erstens:
"… die … deutsche Medienlandschaft (ist) wirklich sehr gut ausgeprägt ist und (es gibt) unglaublich viele unterschiedliche Medienorgane bis in den kleinsten lokalen Bereich …“
Richtig. Die deutschen Medien informieren ausgezeichnet – und die meisten Blogger orientieren sich bei den Themen durchaus an der Presse – nicht umgekehrt.
Was meint Basic zu den Trends?
„
Einerseits bewegt es sich sehr stark in Richtung Social Networks, solche Sachen wie StudiVZ…. Andererseits kann man derzeit viele Bemühungen sehen, innerhalb dieser 3D-Welten wie Second Life Standards aufzusetzen …“
In dieser Aussage wird nun deutlich, dass Blogs eben von internetkundigen Experten für hungrige Freaks gemacht werden, die weniger Informationen haben, aber auch nach neuen Sensationen suchen. Daraus ergibt sich die berühmte „deutsche Blog-Welt“: Es ist eine interne Welt weniger Menschen, die ihren Themenkreis selten verlassen. Die magazinähnlichen Blogs, die es in den USA im Massen gibt und die in Deutschland immer noch, wie die dreibeinigen Hühner angesehen werden, genießen noch bei weitem nicht die gleiche Popularität.
Die Titelzeile „mit einer Zeitung kann ich nicht reden“ ist Ideologie – mit den meisten Blogautoren kann man auch nicht „reden“, sondern bestenfalls Floskeln austauschen.