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  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Mindestlohn: Teuerung durch linke Geschenkideen

ROT wird es teurer, aber nicht besser
Neulich sprach ich mit einem unverdächtigen Menschen, der demnächst allen Mitarbeitern Mindestlohn zahlen wird. Das ist gut so, denn seine Kalkulation lässt es zu, oder besser gesagt: Er hat sein Angebot so umgestellt, dass die durch den Mindestlohn verursachte Preiserhöhung nicht offenkundig wird. Doch er prophezeite mir, dass die Preiserhöhungen generell noch viel happiger ausfallen werden, als bisher angenommen, vor allem in der Gastronomie. Denn der Mindestlohn wird nun ja auch bei den Zulieferern gezahlt, was konkret bedeutet: Nahezu alle frisch auf dem Markt eingekauften Produkte werden teurer. Also muss der Preis zwangsläufig noch mal rauf, was je nach Endprodukt zwischen 15 und 25 Prozent ausmachen kann. Und das ist nur die vorläufige Bilanz. Darin sind noch nicht die Forderungen der Mitarbeiter einkalkuliert, die sich angesichts der „Gleichmacherei“ empören, die ebenfalls eine Folge des Mindestlohns ist.

Die staatliche Regulierungswut als Folge der SPD-Initiative trifft Arme und Reiche: Schul-Essen wird teurer, Kita-Essen wird teurer, Kantinen-Essen wird teurer – kurz: Die Preise steigen in Größenordnungen, die bisher für undenkbar gehalten wurden. Die Reichen werden es wegstecken, aber die Armen, die doch angeblich durch den Mindestlohn beschenkt werden sollten, tragen die Hauptlast. Dabei sollte man vielleicht auch dies sagen: Nicht alle „verdienen“ jetzt mehr. Wer bisher schon Mindestlohn bekam, der hat jetzt keinen Cent mehr, um die gestiegenen Preise zu begleichen.

Wem danken wir das? Der SPD. Der einzige Trost: Wenn die Linkspartei an der Regierung wäre, dann wäre die Teuerung für alle noch viel höher geworden.

Sicher, der heutige Mindestlohn ist im Grunde niedrig. Aber er trifft einzelne Branchen so hart, dass dort Arbeitsplätze wegfallen werden, was wieder zu mehr Sorgen führen wird. Und falls die Linkspartei sich jemals auf Bundesebene durchsetzen sollte und ihre Wahnvorstellungen vom „Mindestlohn von 10 Euro“ durchsetzen sollte, dann liegen eben wieder Preiserhöhungen von gegen 25 Prozent auf dem Tisch – oder eben Pleiten. Die nimmt die Politik ja inzwischen billigend hin.

Das Danaergeschenk der GroKo, der Mindestlohn, zustande gekommen auf Betreiben der SPD, wird sich als Teuerungsbeschleuniger und Jobkiller erweisen – aber nicht überall. Genau das ist allerdings das Dilemma. Die Reichen und die Betriebe, die ein paar Euro mehr Lohn nicht kratzen, stecken die Folgen locker weg. Aber die vielen kleinen Betriebe in den neuen Bundesländern, paradoxerweise gerade im linkslastigen Thüringen, wird dies die Existenz kosten.

Was für ein Erfolg, SPD! Aber wie gesagt: Man nimmt die billigend in Kauf.