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  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Internet – die schlechte Informationsquelle

Ach, informieren Sie sich doch im Internet … ich hab es gerade einmal wieder versucht. Teils aus persönlichen Gründen, teils, weil mein Computer eine Dauermacke hatte und zu einem großen Teil eben auch, weil ich nach der Relevanz von Informationen forsche.

Beginnen wir mal mit dem Einfachen. Bei mir hatte sich ein unfreundliches Produkt eingenistete, nicht einmal ein Virus, sondern nur ein mich verhöhnender Eindringling, der eine ganz offizielle Webseite besitzt. Da mit Bordmitteln nichts zu erreichen war, habe ich das Internet durchgeflöht. Man landet in solchen Fällen zumeist in unmoderierten Foren, die durch und durch von Besserwissern verseucht sind. In meinem Fall war die Sache ganz einfach: Der Schadcode, der sich in FIREFOX und BING festgesetzt hatte (IE verwende ich niemals), ließ sich nicht entfernen, weder durch Antivirensoftware noch durch einen Eingriff in Regedit. Andere haben dieses Problem offenbar auch – aber von „echter Hilfe“ unterscheidet sich das Geblubber auf den einschlägigen Seiten wie eine Erklärung zur Raumfahrt mit den Mitteln der Raumpflege. Ach, wie schön wäre es gewesen, wenn jemand wenigsten die ganz offizielle Webseite des Ungetüms aufgerufen hätte (es gibt eine). Die Software ist völlig belanglos, sie soll angeblich dazu dienen, Fotos besser von FACEBOOK® herunterladen zu können. Da ich weder einen FACEBOOK-Account habe noch im mindesten daran dächte, Fotos aus diesem Fischteich herunterzuladen – benötige ich solche Software nicht. Und ich wundere mich wirklich, wer sonst dieses Zeug wirklich benötigt. Die Webseite, grellbunt aufgemacht, bietet viel Gefasel und wenig Informationen. Es scheint in erster Linie darum zu gehen, dass jemand die Software herunterlädt – warum auch immer. So dürftig die Informationen sind – immerhin hätten die angeblichen Spezialisten ja einmal das tun können, was ich auch tat: Nach dem Urheber dieses Unsinns-Programms zu suchen. Dann hätten sie herausgefunden: Aha, da steht ein Unternehmen dahinter, das man immerhin hätte anfragen können.

Übrigens, Naseweise und Pseudo-Experten: Ich weiß, wie man unerwünschte Firefox Erweiterungen zum Verschwinden bringt. Aber ganz offensichtlich haben die Programmierer auch daran gedacht: Sie setzen ihre angebliche „Suchmaschine“ sofort wieder ein.

Wenn Sie Hilfe wollen: Ich habe das Problem nicht lösen können, sondern kurzerhand meinen soeben angelegten User gelöscht, einen neuen angelegt – und seither funktioniert FIREFOX wieder ganz ausgezeichnet. Leider bedeutet dies für Sie: Ich weiß nicht, wie dieser fiese Trick funktioniert, und wie man ihn auf leichte Art beheben kann. Ich weiß inzwischen nur, dass die Tipps in den einschlägigen Foren absoluter Müll waren – Desinformation statt Information. Eingefangen habe ich das lästige Programm übrigens als „freundliche Beigabe“ zu einem absolut legalen Softwaredownload.

Es ist so gut wie gleich, wonach Sie im Internet suchen – wann immer Sie die Wahrheit suchen, stolpern über Geschäftemacher, Dummschwätzer und Besserwisser. Und immer und überall steht die Desinformation an erster, zweiter und dritter Stelle – viel weiter oben als die Information, nach der man erst lange und umständlich suchen muss.