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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Mieses Vorbild Merkel

Der Deutsche wünscht sich vor allem, gerecht behandelt zu werden – vom Minister bis zum Bauarbeiter. Niemand will vor die Alternative gestellt werden „entweder du kündigst selbst oder wir schmeißen dich raus“, zumal, wenn die Sachgrundlagen schwach sind.

Das weiß inzwischen sogar die Christdemokratie – aber sie hält sich nicht daran, jedenfalls nicht an der Spitze. Damit ist die Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Negativ-Vorbild für Deutsche geworden.

Kaum ein Mensch in Deutschland wird glauben, dass es wirklich nötig war, Norbert Röttgen zu entlassen. Jeder wird dahinter ein Machtspiel vermuten, in dem der bayrische Ministerpräsident eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben dürfte. Vielleicht – und das wäre gut so – sollte sich jeder Deutsche einmal vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn ihm das wiederfahren wäre, was Norbert Röttgen jetzt passiert ist.

Klar hat Herr Röttgen Fehler gemacht – aber nicht als Minister. Wenn jeder Deutsche durch seinen Arbeitgeber rausgeschmissen werden könnte, weil er anderwärts Fehler begangen hätte – dann wäre dies das Ende der Glaubwürdigkeit der öffentlichen Moral.

NRW – Hoffnung auf politische Vernunft

Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Deutschland zeigt wieder politische Vernunft:

1. Der CDU wurde der erforderliche Denkzettel verpasst. Das ist die Quittung für das lästige Taktieren auf Bundes- und Landesebene, das dem Volk inzwischen auf den Senkel geht. Zwar ist Angela Merkel beliebt – aber das ist auch alles. Die CDU selbst ist personell ausgeblutet und betet keine Politikalternative mehr.
2. Die SPD hat auf die Person der „Landesmutter“ gesetzt und dabei „den NRW-Bürger“ im Auge gehabt. Die Menschen an Rhein und Ruhr sind übertrieben stolz auf sich selbst und auf ihr Bundesland – und das kann man durchaus ausnutzen. Die SPD hat es getan.
3. Grün ist abermals drin und stark geblieben – trotz Piraten-Konkurrenz – ein beachtlicher Erfolg, wie ich meine. Auch hier hat man voll auf die NRW-Karte gesetzt.
4. Die FDP braucht glaubwürdige Spitzenpolitiker – und die hat sie im auf Bundesebene schon lange nicht mehr. Auf Landesebene hat man sich aber offenbar wieder berappelt. Wenn Sie jetzt auch noch ein Programm hätte, das wirkliche liberale Wähler ansprechen würde – schön wäre es.
5. Die Linke ist abgewählt – und rechtfertigt sich mit billigen Sprüchen wie der „Politikverdrossenheit“, die sie aus dem Landtag geworfen hat. Das sagt sehr viel darüber aus, wie die Partei denkt. Wer behauptet, die NIcht-Wähler hätten eine Partei abgewählt, muss schon sehr realitätsfremd sein.
6. Die Piraten sind im Landtag – das ist zunächst mal nicht übel, aber die Frage ist, was sie dort eigentlich wollen. Wir werden sehen.