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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Gebhard Roese – der alte Name kehrt nach Thüringen zurück

ROESES Rat: machen SIE es sich hübscher, wenn es geht


Viele der bekannten Roeses haben ihren Ursprung in Ringleben bei Erfurt. 1557 wurde der Name erstmalig urkundlich erwähnt, damals noch als „Rehse“. Erst im 17. Jahrhundert ging man zur Schreibweise „Röse“ oder „Rösen“ über, später wurde der Name dann oft als „Roese“ geschrieben. Die Roeses verbreiteten sich von Ringleben ausgehend in die ganze Welt. Aus der Familie gingen berühmte Persönlichkeiten hervor, namentlich Kaufleute, Geistliche, Kunstschaffende und Beamte. Viele Mitglieder der Familie blieben nicht bodenständig, was teilweise auf ihre Tätigkeiten zurückzuführen war, teils aber auch auf ihren Drang nach Freiheit und dem Wunsch, Neues zu entdecken.

Nun bin ich also in Thüringen, dort, von wo meine Vorfahren einst ausgezogen sind, um die Welt zu gestalten und zu verändern. Einigen ist es sogar gelungen – aber jeder hat auf seinem Gebiet des Wissens und Könnens das beigetragen, was ihm möglich war.

Ob es mir selber noch gelingt, ein wenig zur Veränderung beizutragen? Etwa dadurch, der Wahrheit die Ehre zu geben statt der selbstgefälligen Berichterstattung heutiger Massenmedien zu folgen?

Den Roeses wird nachgesagt, Änderungen auch gegen Widerstand und unter großem persönlichen Einsatz durchsetzen zu können. Nun, viel habe ich mir nicht mehr vorgenommen – aber ein bisschen davon möchte ich doch noch leisten.

In diesem Sinne darf ich Ihnen allen frohe Festtage wünschen, welches Fest Sie auch dieser Tage feiern mögen – wie ich hoffe in Glück und Frieden.

Bild © 2011 by Liebesverlag.de

Begriffe: Lob des Durchlavierens

Der Begriff des „Durchlavierens“ hat bei vielen Menschen einen negativen Beiklang – sehr zu Unrecht.

Denn wer sich „durchlaviert“, der kommt weiter, auch wenn er eigentlich keine idealen Voraussetzungen dafür hat. Das stört jene, die eigentlich bessere Voraussetzungen haben sollten, aber dennoch nicht die gleichen Erfolge haben. Deshalb werden Menschen, die sich „durchlavieren“, von der eigenen sozialen Gruppe oft bewundert, während sie von den Gebildeten für den gleichen Umstand verachtet werden.

Der Begriff kommt eigentlich aus der Seefahrt. Man „laviert“ sich so durch, wenn der Wind zu ungünstig steht, um mit dem Wind zu segeln – und ein modernerer Begriff dafür ist schlicht das „Kreuzen“. Es bedeutete also auch, das eigentlich Unmögliche (gegen den Wind zu segeln) durch Geschick möglich zu machen oder die Klippen des Lebens durch Umfahren zu meiden.

Das Lob des Lavierens, Improvisierens, Umschiffens oder „Durchwurstelns“ ist selten geschrieben worden. Lesenswert ist es allemal. In Dr. Ankowitschs Kleinem Seelenklempner (Berlin 2009) wird der Weg dorthin hinreißend humorvoll und dennoch sehr sinnreich beschrieben.

Suchen Sie sich einen neuen Beruf, Frau Lindholm!

Die Kritiker sind heute wieder überwiegend voll des Lobes über den gestrigen TATORT-Krimi "Schwarze Tiger, weiße Löwen". Die Geschichte, die im Krimi erzählt wird, übersteigt allerdings die Möglichkeiten eines TATORT-Krimis, und daran kann auch die Lobhudelei über Regie und Drehbuch nichts ändern. Man wollte einen Krimi „im Kopf“ entstehen lassen, der dort gar nicht entstehen konnte, weil das Geschehen die Möglichkeit des Kopfes übersteigt. Aber genau dies war unserem geschwätzigen Fernsehkritikern offenbar entgangen. „Es ist gelungen, die Geschichte eines Kinderschänders zu erzählen?“ Wo denn, wie denn, wann denn? Kann man die Geschichte eine solchen Menschen überhaupt „erzählen“, und dann noch in einem TATORT-Krimi? Selbstverständlich bemühte sich die Regie, „ergreifende“ Bilder zu vermitteln, doch wechselten diese eben zu oft mit dem Psychogramm einer ausgemergelten Kommissarin, die nur allzu oft in einer merkwürdigen Mischung aus Eiswürfelseele und verklemmter Sehnsuchtsqual beim Autofahren gezeigt wurde.

Im Film wird Frau Lindholm geraten, sich einen neuen Beruf zu suchen. Das ist nur zu verständlich, denn offenbar wird die Kommissarin gerade seriengerecht abserviert, und irgendwo muss die Regie ja den Dreh bekommen, sich von Kommissarin und Schauspielerin zu verabschieden. Der Hintergrund: Gerüchten zufolge soll die Schauspielerin Furtwängler über einen Ausstieg aus dem Tatort „nachdenken“. Der Trick zum Ausstieg sieht ungefähr so aus: Das Leben gerät Frau Kommissarin aus der Kontrolle. Beruflich macht sie Fehler, privat ist ihr Leben ein einziges Chaos. Diese Geschichte in die übrige Handlung einzuarbeiten, war offenbar so mühevoll, dass der gesamte TATORT dadurch zur Farce wurde.

Die angebliche Sex-Szene, die in der Presse vorab vollmundig angekündigt wurde, erwies sich als eiskalt, unpersönlich und über alle Maßen lächerlich – und sie war diesmal wirklich überflüssig.

Die T-Online-Kritiker brachten es auf den Punkt, was diesen Krimi vermieste und abwertete, und zwar überdeutlich:

Den größten Störfaktor in "Schwarze Tiger, weiße Löwen" stellt allerdings die Kommissarin Charlotte Lindholm dar.


Ja, Frau Lindholm – es wird wohl Zeit, sich einen neuen Beruf zu suchen.