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  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Lächerlicher Vorschlag: Sarrazin ernsthaft diskutieren

Normalerweise bin ich nicht empfindlich, aber wenn mir Libri heute anbietet, ich solle mir doch bitte selbst ein Bild von Thilo Sarrazins „Debattentreiber“ Deutschland schafft sich ab machen, dann sträuben sich mir die kleinen Nackenhaare.

Es gibt Dinge, über die man sich besser keine Meinung bildet, weil man sie nicht für diskussionswürdig hält. Sarazzin ist jemand, den man bestenfalls noch auslachen kann – ähnlich wie Eva Herman, aber doch niemand, in dessen Gedankenwelt man sich vertiefen muss.

Ich bleibe dabei: Auslachen hilft, ernst nehmen schadet nur.

Lachen gegen den Sarrazinismus

Ich habe mich einmal für Herrn Sarazzin eingesetzt, weil ich der Meinung war, dass in einem freien Land jeder Mensch seine Meinung sagen darf. Das war damals gut und richtig, und ich stehe dazu.

Aber Meinungsfreiheit zu fordern ist die eine Seite, und dagegenzuhalten ist eine andere. Bei gewissen Personen der Zeitgeschichte versagen Argumente und Gegenargumente, weil eine Seite bereits in die Ideologie abgeglitten ist – und dagegen sind Argumente bekanntlich machtlos.

Doch wir haben ein letztes Mittel, uns mit Herrn Sarrazin adäquat auseinanderzusetzen: ihn auszulachen. Eigentlich wäre dies schon das probate Mittel bei Eva Herman gewesen: Ihre Lesungen wären eine sehr gute Möglichkeit gewesen, um sie auszulachen. Lachen ist doch gesund, nicht wahr? Lachen wir Herrn Sarrazin also aus, wo immer er auftritt. Ein Mann wie er hat es verdient, dass wir endlich über ihn lachen.

Alles andere, was wir jetzt tun könnten, würde nur eins bedeuten: ihn zu ernst zu nehmen.

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