Skip to content

  Aktuelle Informationen

WORTWECHLER startet durch ...

ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
  Mobil 016093095395.

Weitere Aufträge für Juli gesucht

Durch den Ausfall eines kleinen, relativ unbedeutenden Auftrags bin ich in der Lage, zum Juli noch weitere Aufträge (auch Urlaubsvertretungen) anzunehmen. Wenn Sie Interesse haben – bitte schön.

Richtig los geht es dann bei mir wieder ab Mitte August.

Hannelore Kraft – am Ende ihrer Kraft ein falsche Signal

Was Hannelore Kraft will, weiß inzwischen nur noch sie selbst – und was die SPD will, bleibt auch ein Rätsel. Aus der strahlenden Siegerin wurde mittlerweile die typische SPD-Verliererin, für die gegenwärtig niemand mehr einen Pfifferling gibt.

Dennoch viel sie regieren, die Frau Krafft. An Ende ihrer Kraft beabsichtigt sie , mit der SPD und den Grünen einer Minderheitsregierung zu bilden, die klammheimlich auf die Stimmen der Linkspartei hofft – eine Schande für Nordrhein-Westfalen.

Man wünscht jedem Politiker Glück, den das Volk gewählt hat – aber Frau Krafft gibt nun die Ypsilanti. Aller Voraussicht nach wird ihr bei einer Minderheitenregierung das Schicksal von Frau Ypsilanti nicht erspart bleiben, und das wäre auch gut so. Sollte es Frau Krafft im Fall einer immerhin noch möglichen Neuwahl dennoch schaffen, die Mehrheit nur mithilfe der Grünen zu erlangen – bitte, das wäre doch was. Aber was jetzt passiert, verdient nur einen Namen: Murks.

Warum Horst Köhler nicht “scheiterte“

Deutschland hat keine Kultur des Scheiterns – dies sollte jemand wissen, der das Wort in den Mund nimmt oder zu Papier bringt. Überhaupt können Projekte scheitern, Bewerbungen scheitern und letztendlich können wir an einer gestellten Aufgabe scheitern. Trotz der fehlenden deutschen „Kultur des Scheiterns“ gehen wir neue Projekte an, schreiben weitere Bewerbungen und stellen uns neuen Aufgaben.

Wenn Sie soweit gelesen haben: Menschen können nicht scheitern, bestenfalls kann ihr Lebensentwurf scheitern. Der Kolumnist der „Frankfurter Rundschau“, Holger Schmale, sieht das anders: Sein letzter Satz im Artikel zum „Großer Zapfenstreich für Horst Köhler“ lautet, der St. Louis Blues, den sich Köhler zum Abschied wünschte, sei „ein trauriger Abschiedsgruß für einen gescheiterten Präsidenten.“

Ein „gescheiterter Präsident“? Horst Köhler hätte bestenfalls an seiner Aufgabe scheitern können, aber er ist ja gar nicht gescheitert – er ist nur zurückgetreten. Die Deutschen sollten sich hüten, einen Menschen des „Scheiterns“ zu bezichtigen, der etwas Ehrenvolles tut, nämlich festzustellen: „Ich kann dem Volk in dieser Funktion jetzt nicht mehr dienen“, was Köhler sinngemäß tat.

Der Blues war immer Trauer und Hoffnung zugleich, und im St. Louis Blues liegt sie auch: „Wenn ich mich morgen noch so fühle, wie es mir heute geht, dann pack ich meinen Koffer und gehe“.

Horst Köhler hat genau dies getan. Das Volk hat ihn geliebt, und das Volk wird ihn vermissen.