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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Persönlichkeitswahlen in den deutschen Bundesländern

Je kleiner die Einheiten, in denen gewählt wird, umso mehr wählt man Persönlichkeiten statt Programm, wobei überhaupt die Frage ist, inwieweit Parteiprogramme respektive Wahlprogramme der Parteien noch eine Rolle beim Wähler spielen.

Sachsen: Bürger stehen hinter dem "Landesvater"

Jedenfalls hat man in drei deutschen Bundesländern Persönlichkeitswahlen erlebt, und nur einmal ging die Sache gut für einen regierenden Ministerpräsidenten aus: Die Sachsen stehen hinter ihrem „Landesvater“ und seiner Politik, die sie für gut und richtig halten. Dass dabei auch seine Partei, die CDU, ein gutes Wahlergebnis einfahren konnte, ist eher ein Nebeneffekt.

Thüringen: Verdiente Quittung für Althaus und die CDU

Ganz anders sieht es im Nachbarland Thüringen aus: Dort hatte man trotz vieler Warnungen aufs falsche Pferd gesetzt: Dieter Althaus war schon vor seinem Skiunfall höchst umstritten – und danach hätte er eigentlich von sich aus von der politischen Bühne abtreten müssen. Doch die thüringische CDU stellet sich hinter ihre Gallionsfigur, die längst nicht mehr politikfähig war – dafür bekommt nun nicht nur Herr Althaus, sondern auch seine CDU die verdiente Quittung. Man kann nur hoffen, dass sie wenigstens daraus noch lernt.

Saarland: Populist Lafontaine stiehlt die Show

Peter Müller ist die tragische Figur im Spiel der CDU: Er nahm der SPD im Saarland die Macht ab uns siegte noch vor vier Jahren mit sensationellen 47,5 Prozent. Die Verluste, die die Union jetzt dort hat, sind gigantisch – und die Frage, warum der Ex-Strahlemann Müller die CDU dort aus der Wählergunst herausgeführt hat, kann wohl nur eine gründliche Analyse des Wählerverhaltens zeigen. Freilich ist anzunehmen, dass ein anderer nicht ganz unbeteiligt daran war: Oskar Lafontaine. Denn der saarländische Populist hat nach wie vor einen großen Rückhalt in der Bevölkerung, völlig unabhängig davon, welcher Partei er gerade angehört. Von irgendwo her muss er ja seine 21 Prozent bekommen haben – und allein von der SPD bekommt man solche Stimmeanteile heute nicht mehr.

Bundestag: Alles ist offen - nur Arroganz kann noch schaden

Für die Bundestagswahl bedeutet das Ergebnis der Landtagswahlen gar nichts. Deutschland will endlich wieder eine klare und eindeutige Politik sehen – das geht mit der Großen Koalition nicht, und so wird Gelb-Schwarz immer wahrscheinlicher – wenn die CDU nicht allzu viele Fehler macht. Vielleicht sollte die Kanzlerin einmal nach Thüringen sehen und daraus lernen, dass die in letzter Zeit von ihr zur Schau getragene Arroganz der Macht eher schadet als nützt.

„Soziale Gerechtigkeit“ – das Dummgeschwätz des Wahltags

Die Wahlen in Sachsen, Thüringen und im Saarland sind noch nicht ausgezählt, doch ist bereits jetzt auffällig, wie das Dummgeschwätz von einer angeblichen „sozialen Gerechtigkeit“ die Runde macht, die angeblich nur durch die drei Linksparteien verwirklicht werden kann.

Wer immer das Wort von der sozialen Gerechtigkeit in den Mund nimmt und dabei behauptet, dass diese durch die CDU oder FDP nicht verwirklicht werden kann, einmal Folgendes entgegengehalten: Eine Verbesserung des sozialen Fundaments in der Bundesrepublik Deutschland setzt wirtschaftliche Stabilität voraus – und wirtschaftliche Stabilität entsteht mit Sicherheit nicht durch Kapitalismuskritik.

Es mag ja sein, dass manche Menschen in der Ex-DDR noch an den Sie des Sozialismus glauben – daran wird man wohl nicht mehr ändern können. Aber dass sich so viele Saarländern auf die Seite der Sozialisten geschlagen haben, gibt doch zu Bedenken Anlass. Hoffen wir, dass es bei diesem einmaligen Ausrutscher in Westdeutschland bleibt – und für die saarländische Wirtschaft und die Menschen, die von ihr abhängig sind, hoffe ich persönlich inständig, dass es nicht zum befürchteten Linksbündnis kommt.

Herbst: Jetzt schreibe ich wieder – für Sie

Der Herbst kommt ja nun doch bald irgendwann, und das bedeutet für mich, Ihnen mal wieder anzubieten, für Sie zu schreiben.

Nehmen wir mal ein Beispiel: Es gibt vielleicht ein Dutzend fachkompetenter Schriftsteller für das Online-Dating – aber mindestens noch einmal 11 Dutzend, die nur darüber schreiben, aber keinen blassen Schimmer haben. Vielleicht schreiben Ihnen diese 132 Leute ja Beiträge für 1,5 Eurocent pro Wort – bei mir bekommen Sie das nicht. Immerhin schreibe ich aber ebenfalls für Sie, wenn Sie zwei Eurocent drauflegen: Ab 3,5 Cent pro Wort bin ich für Sie dabei - im Abonnement sogar noch günstiger.

Andere Themen? Na klar. Ich schreibe über alles außer Sport. Wenn Ihre Themen Kommunikation, Fotografie, Elektronik, Elektrotechnik, Psychologie oder menschliche Sexualität sind, schreibe ich für Sie besonders gerne.