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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Die Flatrate und die lustvolle Dienstleistung

Ich ließ soeben eine sehr lustvolle Dienstleistung von einer betörend schönen jungen Frau im Separee eines exklusiven Hauses vollziehen, und wie Dinge liegen, hatte sie keine Wahl, sich zu weigern. Der Grund dafür war, dass ich eine Flatrate Vereinbarung mit diesem Haus abgeschlossen hatte, die beinhaltete, dass ich mehrerer sinnliche Leistungen, die an meinem Körper vollzogen wurden, zu einer Flatrate bekommen würde.

Tatsächlich erhielt ich drei sehr unterschiedliche, aber allesamt sehr erfrischende und lustvolle Dienstleistungen von schönen Damen ausländischer Herkunft, die dazu führten, dass ich das Etablissement nach etwa einer dreiviertel Stunde mit einem fröhlichen Pfeifen auf den Lippen verließ.

Na, wie liest sich das? Ich hätte natürlich auch schreiben können: „Ich komme gerade von meinem Friseur, wo ich mir die Haare waschen und schneiden ließ und dabei von einer besonders freundlichen Dame eine sehr entspannende Kopfmassage bekam, die im Gesamtpreis enthalten war“. Übrigens zahlte ich ungefähr 18 Euro inklusive Trinkgeld – nur falls Sie meinen, hier in Budapest wäre alles „so billig“.

Noch Fragen? Dann wenden Sie sich mal an die deutsche Boulevardpresse. Die geht mit fast allen Tatsachen in dieser Weise um.

Österreichs Sommerloch – der Mohr

Othello darf es noch geben – der ist schließlich von Shakespeare und bleibt auch der „Mohr von Venedig“. Und auch die Oper von diesem Herrn Grün (ja, den Herrn Verdi meinen ich) darf weiterhin „Otello – der Mohr von Venedig" heißen, auch wenn das sozial völlig inkorrekt ist. Nur die „Mohrchen im Hemde“, die dürfen weder Mohrchen noch Mohren heißen, genau so wie kein gescheiter Konditor seine Mohrenköpfe mehr Mohrenköpfe nennen darf.

Schuld an der epidemieartigen Verbreitung des Mohren-Blödsinns waren in Österreich die Medien in enger Kooperation mit den Gutmenschen – die wussten einfach, das österreichische Eiscreme rassistisch ist, wenn sie das Wort „Mohr“ verwendet.

Kann nicht mal jemand die Gutmenschen mit etwas Sinnvollen beschäftigen? Zum Beispiel Zigarettenstummel aufsammeln oder gebrauchte Kondome? Das wäre doch auch ein Thema für das Sommerloch.

Meinungswandel bei der "Stuttgarter Zeitung“ zur Bordellaffäre

Nachdem die Stuttgarter Presse in ihrer Berichterstattung zunächst mit der Gutmenschenschaft gekuschelt hatte, hat sie nun deutlich die Richtung gewechselt: Der massive Polizeieinsatz in Fellbach bei Stuttgart, bei der es um das sattsam bekannte „Flatrate Bordell“ mit dem wundersamen Namen „Pussy Club“ ging, hat offenbar doch einige Leser schockiert, sodass Stefan Geiger von der „Stuttgarter Zeitung“ sich heute veranlasst sah, einen Artikel über „Justiz und Moral“ zu schreiben, der seinem Innenminister bestimmt missfallen dürfte.

Dr. Stefan Geigers Kommentar lautete auszugsweise: „Die Vernunft spricht dafür, mit dem großen Schwert des Strafrechts nur bei den schlimmsten Fällen zu drohen. Alle Frauen, die in einem Bordell arbeiten, werden auf die eine oder die andere Weise ausgebeutet, aber nicht alle werden in einer strafrechtlich relevanten Weise ausgebeutet.“

Weiterhin beklagte der Redakteur, dass die Polizei die Adressen aller Kunden des Bordells notiert habe, was für die Feststellung des Tatbestandes unnötig gewesen sei.