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  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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Karl-Theodor zu Guttenberg – der aufrechte Deutsche

Wenn es in der gesamten Diskussion um OPEL einen aufrechten Deutschen gegeben hat, dann gebührt diese Ehre dem Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Er vertrat, mehr als jeder andere der Beteiligten, die langfristigen Interessen Deutschlands am besten – und nun hat er mit seiner Haltung sogar die meisten seiner Gegner in der Schwesterpartei CDU überzeugen können.

Klare Worte auch aus dem Mittelstand, wo die sogenannte OPEL-Rettung (die noch gar keine ist) schon lange beargwöhnt wird: Von dort hieß es, Steuergelder würden jetzt offenbar „mit einer ‚Freibier-für-alle-Mentalität‘ ausgegeben“.

Es scheint, als ob zu Guttenberg endlich geschlossene Reihen hinter sich spüren kann – und dabei fällt auch viel Licht auf die Ministerpräsidenten der Länder, in denen OPEL Werke unterhält: Insbesondere der Hesse Roland Koch isoliert sich in der CDU mehr und mehr.

Von der SPD erwartet man wirtschaftspolitisch ohnehin kaum noch etwas. Diese Partei hat sich blind gestellt für die Interessen des Mittelstandes, der normalerweise die deutsche Wirtschaft trägt – und sich publikumswirksam hinter OPEL gestellt. Dabei purzelt das Wort „Arbeitsplätze“ verdächtig oft aus dem Mund der SPD-Spitzen. Die Quittung für die SPD muss freilich der Wähler ausschreiben – und der wohnt nicht ausschließlich in Bochum oder Rüsselsheim. Die kommenden Wahlen werden zeigen, wem das Volk glaubt – den Populisten oder den bedächtigen Warnern.

Quelle des Zitats: Spiegel Online

Heute von 100 Jahren: Benny Goodman wurde geboren

Heute vor hundert Jahren, am 30. Mai 1909, wurde der Klarinettist, Bandleader und als „King of Swing“ bekannte gewordene Jazzmusiker Benny Goodman geboren. Gemeinsam mit Count Basie und Duke Ellington bildete er das Trio der bekanntesten Bandleader des Swing, die nach Meinung der Fachleute für „authentischen“ Swing stehen.

Benny Goodman gelang es, die Klarinette im Swing zu etabliere, ein Instrument, das zuvor wenig Beachtung im Swing fand. Er war immer ein hervorragender Musiker, doch seinen Durchbruch erlebte er erst 1938, als die Swingzeit bereits in höchster Blüte stand, mit dem berühmten Carnegie Hall Concert.

Er galt als der erste Bandleader, bei dem schwarze und weiße Musiker gemeinsam auftreten konnten, was für die damalige Zeit eine wahre Sensation war. Die bekanntesten seiner schwarzhäutigen Solisten, beide selber Berühmtheiten – waren Teddy Wilson und Lionel Hampton.

Goodman war, wie aus vielen Berichten von Zeitgenossen hervorging, alles andere als umgänglich. Er führte seine Band nach Gutsherrenart: Niemand wusste, wo man am nächsten Abend spielen würde außer Goodman – und diesen konnte man nicht einmal fragen. „Benny Goodman nahm nie dasselbe Flugzeug wie die Band, nie denselben Bus oder dasselbe Hotel“, erzählten die Zeitgenossen.

Warum man gerade ihm den Titel „King of Swing“ andichtete? Niemand weiß es so genau. Er war nicht innovativ wie Ellington oder Basie, und er war nicht einmal ein ausgezeichneter Bandleader, denn in Wahrheit diente die Big Band hauptsächlich dazu, einen hervorragenden Klarinettenvirtuosen zu begleiten: den Perfektionisten Goodman. Sein Hang zur Perfektion ging so weit, dass er seine Klarinettenblättchen aus Hunderten auswählte – und die unbrauchbaren einfach auf den Boden warf, wo sie liegen bleiben. Wie lange, weiß niemand – aber überliefert ist, dass sie noch dort lagen, als er 1986 starb: „Man fand ihn in seinem Penthouse auf dem mit Klarinettenblättern übersäten Teppich, die Klarinette im Arm.“

Was wohl nie in den Jazzbüchern stehen wird: Die wirkliche "große Zeit" des "King of Swing" dauerte eigentlich nur drei Jahre: Von 1938 bis 1941. Warum ihn die Musikgeschichte so hervorhebt, ist vielen Kritiker bis heute unverständlich.

Das Zitat aus dem "Tagesspiegel".


Nach Einigung bei OPEL: Fragwürdige politische Lösung

Nachdem sich gestern GM und MAGNA geeinigt hatten, wurde in der Nacht bekannt, dass nun auch die deutsche Bundesregierung den Deal unterstützen will. Allerdings sieht alles nach einer politischen, eher risikoreichen Lösung aus: Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte gestern Nacht der Presse, er sei persönlich „zu einer anderen Einschätzung der Risiken“ gekommen, was im Klartext heißen dürfte, dass die Risiken auf volkswirtschaftlicher Sicht sehr groß sein werden. Mehr weiß die FTD.

Wie es auch immer ausgeht: Das Beispiel OPEL wird als Lehrbeispiel in die Gesichte eingehen: Geht es gut, werden alle den Staat als Retter loben, geht es schief, werden alle sagen, die staatliche Intervention sei von vornherein falsch, teuer und überflüssig gewesen.

Das Geld des Volkes? Ach, wer wird dann noch nach dem Steuergeld fragen? Eine neue Regierung wird neue Probleme lösen müssen, und wir werden uns erinnern: Ach, ja, damals. War da nicht diese OPEL-Sache?