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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
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SPD – die naive Partei und ihr Machthunger

Natürlich kann man Wolfgang Clement aus der Partei ausschließen – und natürlich kann versuchen, Frau Andrea Ypsilanti noch einmal auf den Thron des hessischen Ministerpräsidenten zu hieven.

Doch wie naiv ist die SPD eigentlich? Glaubt sie wirklich, dass sie auf Leute wie Wolfgang Clement verzichten kann? Da kann man schon eher auf Frau Ypsilanti verzichten, die insbesondere nach dem Wahlkampf in Hessen eine derart unglückliche Figur abgegeben hat, dass die SPD sie besser an die Basis zurückversetzt hätte, statt ihr weiterhin das Händchen zu halten.

Es scheint, dass die SPD die Macht um jeden Preis anstrebt – notfalls mit der Linkspartei als feixendem Juniorpartner. Dann allerdings wird es dunkler und frostiger werden in Deutschland. Sozialismus – auch der demokratische – bedeutet noch allemal Bevormundung, Gleichmacherei und eine übertriebene Lenkung der Wirtschaft.

Verhindert werden kann dies beispielsweise durch eine starke FDP, denn den in Deutschland als heikel angesehenen Sozialpart die CDU selber bereits recht gut genug ab – nach einer im Ausland oft vertretenen Meinung ist sie keinesfalls wirtschaftsfreundlich, sondern die „zweite sozialdemokratische Partei“ in Deutschland.

Gewalt

Wir Deutschen neigen dazu, unseren Gesprächspartnern nicht zu beschreiben, was wir ihnen sagen wollen, sondern sie mit unseren mächtigen Begriffen zu bedienen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Gewalt. An sich dürften wir den Begriff in dieser nackten Form gar nicht verwenden – wir müssten nämlich sagen, welche Gewalt wir meinen. Jemanden mit sanfter Gewalt dazu zu bringen, auf den Pfad der Tugend zurückzukommen bedeutet etwas anderes als brutale Gewalt einzusetzen, um jemanden zu zwingen.

Unsere Jugend weiß schon gar nicht mehr, was „Gewalt“ eigentlich bedeutet und setzt das Wort überall dort ein, wo „Brutalität“ angebracht wäre. Sie reagiert erstaunt, wenn man ihr sagt, dass die Demokratie dadurch entsteht, dass „alle Gewalt vom Volke ausgeht“ und dass unser Rechtssystem auf der „Gewaltenteilung“ basiert.

Wer Gewalt ausübt, der herrscht. Solange man die Gewalt über sich selbst hat, beherrscht man seinen Geist, seinen Körper und seine Gefühle. Wer als freier Mensch Gewalt über einen anderen freien Menschen ausüben will, braucht dazu seine Einwilligung – ein Arzt ebenso wie ein Boxer oder eine Domina.

Gewalt ist nur ein Wort – weiter nichts. Ein Wort freilich, dass heute billig verschleudert wird, wie so viele Wörter unserer Sprache.