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ihre worte - neu geschrieben
  Gebhard Roese - Ihr Texter, Schriftsteller und Journalist.
  Mobil 016093095395.

So genannte „Einladungen“ und XING-Mitglieder

Das Erste, was ich über XING sagen kann, ist dies: ich brauche es, Sie brauchen es, und andere brauchen es auch. Man Kontakte knüpfen, auch sich aufmerksam machen, kann selbstständige Tätigkeiten anbieten und annehmen.

Ich werde auch gerne zu Seminaren eingeladen – dann erwarte ich, dass man mir als Fachmann und Kollegen wenigstens die Reise- und Hotelkosten bezahlt.

Doch was tun die XING-Leute permanent? Sie laden mich zu Seminaren ein, bei denen ich nicht nur meine Spesen und das Hotel, sondern sogar noch die Seminargebühren bezahlen soll – für etwas, das mir persönlich zumeist piepschnurzegal ist.

100 Jahre „Bra“ – ein BH-Jubiläum

(sehpferd, 20.09.2007) In den USA wird gerade berichtet, dass der BH 100 Jahre alt wird. Gemeint ist damit allerdings nicht das Kleidungsstück selbst, sondern der in den englischsprachigen Ländern übliche Begriff dafür, „Bra“ vom französischen „Brassière“ („Jäckchen“).

Dabei soll es nach Zeitungsberichten das Modemagazin „Vogue“ gewesen sein, das diesen Begriff 1907 geprägt hat. Der Büstenhalter selber war damals schon etwas älter, doch konnte er sich erst in den 1920er Jahren wirklich durchsetzen – zuvor trugen die Damen das oft sehr unbequeme Korsett, da den Körper in der Taille einschnürte und die Brüste anhob.

In den heutigen Lexika wird die „Erfindung“ des Büstenhalters oft so beschreiben, als sei alles „nur“ eine Modesache gewesen – doch es war auch eine Notwendigkeit, denn im „Schnürmieder“, wie das Korsett in Deutschland genannt wurde, konnten Frauen keinen Sport wie beispielsweise das Skifahren betreiben. Gemeinsam mit den Ärzten, die aus medizinischen Gründen gegen die Korsetts wetterten und den Frauenrechtlerinnen entstand also eine Mode, in der sich Frauen sportlich-elegant aber eben doch feminin bewegen konnten.

Die Diskussion um den Büstenhalter brach freilich nie ab. Seine erotisierende Wirkung („Wonderbra“) wurde ebenso oft beschrieben wie seine abschreckende („Brustpanzer“) – und fast jede Frau weiß Geschichten von ihrem „ersten BH“ zu erzählen, der ja nie wirklich richtig passen wollte. Auch die Feministinnen waren mit dem Kleidungsstück nicht zufrieden und verbrannten es gar in öffentlichen Demonstrationen.

Heute erleben wir eine Renaissance des Unterwäschekults – der BH wird heute sichtbarer, aber auch provokativer getragen – und er gilt wieder als das Kleidungsstück, das in der weiblichen Verführungskunst die größte Rolle spielt.

Welche Frauen sehen eigentlich Pornografie?

(sehpferd, 29.09.2007) Die Frage, welche Frauen Pornografie sehen oder lesen, ist infam, denn eigentlich wollte man auf diese Weise fragen: „Welche absonderlichen Frauen sind das eigentlich, die Pornos konsumieren?“ und vielleicht auch gleich mal spitzlippig dies: „ich gehöre nicht dazu und auch ich kenne auch keine Frau, die sich so etwas ansieht“.

Welche Frau Pornografie sieht? Jede, die sich für Erotik oder Sex interessiert, die etwas voyeuristisch veranlagt ist und die Zugang dazu hat. Sagte da gerade jemand: „dann kann es jede sein?“. Genau so ist es: es kann jedenfalls fast jede sein – Ihre Tochter, Ihre Mutter oder Ihre Schwester – beispielsweise. Die Frau, die in der Bar bedient ebenso wie diejenige, die im Kirchenchor neben ihnen singt.

Woher nehmen Sie sich eigentlich das Recht, zu fragen, „welche Frauen sehen Pornografie?“ Fragen sie auch, welche Frauen ab und an Fastfood essen oder sich Liebeschnulzen hereinziehen? Nein? Dann hören sie auf, so etwas zu fragen. Meine ich jedenfalls.