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Petra Joy, Frauenpornografie, Wikipedia und Presse

Foto: (c) 2007 by petra joy, UK
Petra Joy aka „Strawberry Seductress“ íst eine innovative Filmemacherin, die ihre erste Kamera bereits mit sechs Jahren in den Hände hielt. Sie hat ein Diplom für Filmkunst, hat in Deutschland „Liebe Sünde“ produziert und lebst nun seit 16 Jahren als Fotografin und Filmemacherin in England. Ein Blick in Ihr Blog lohnt, um sie näher kennenzulernen.

Ein honoriges Leben, könnte man meinen – wäre da nicht ein Punkt, der offenbar immer wieder Leute stört: sie produziert pornografische Filme für Frauen. Erst jüngst war ihr sensationeller Film „Female Fantasies“ auf dem 2. Berliner Pornofilm-Festival zu sehen und eben jener Film hatte auf dem „Erotic Film Festival Barcelona“ einen Preis bekommen.

Könnte man nicht froh sein, wenn eine gelernte Filmemacherin, noch dazu eine Deutsche, frauenfreundliche pornografische Filme dreht? Offenbar ist nicht jeder darüber froh. Bei Wikipedia fehlt der Name „Petra Joy“, und wenn man etwas tiefer hineinsieht, dann findet man zwei Artikel – einen über ihr Erstlingswerk als Filmemacherin, „Sexual Sushi“ und einen über den bereits erwähnten, preisgekrönten Film „Female Fantasies“.

Nun will sich ein Moralapostel bei Wikipedia wichtig tun und verlangt, dass eben jener Artikel entfernt wird. Begründung (inklusiv sämtlicher Schreibfehler): „Begründung:Ist ein gänzlich unprämierter Porno, welcher von einer Nachwachsfilmerin und ein paar Laiendarstellern abgefilmt und dann von der Brate Uhse AG vertrieben wurde relevant?“

Nun, man mag darüber streiten, ob Petra Joy einen höheren Rang in der Welt der Filmemacher verdient hätte. Aber eines ist sicher: Offenbar gilt in den Köpfen einiger Wirrköpfe noch immer, dass erotische Filme von Grund auf schlecht sind – und wenn sie von Frauen gedreht wurden, dann natürlich sowieso. Auch die deutsche Presse erwähnte Petra Joy sowie mir bekannt mit keinem Wort – schade darum. Offenbar wollen sich die Damen und Herren Redakteure deutscher Gazetten an der Frauenerotik nicht die Finger verbrennen. Gegenüber Paris Hilton und Ihresgleichen haben sie hingegen keine Berührungsängste – und das wirft denn auch etwas Licht auf die Frage, wie weit es mit der vor sich hergetragenen Moral der Presse wirklich her ist.

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